OLLERSDORF IM BURGENLAND KENNENLERNEN
Ollersdorf: Wallfahrtsort am Strembach
Ollersdorf im Burgenland liegt an der Güssinger Straße B 57 zwischen Oberwart und Güssing. Der Strembach durchzieht den Ort und teilt ihn in zwei Bereiche. Die Marktgemeinde umfasst rund 8,86 Quadratkilometer und zählte am 1. Jänner 2026 insgesamt 959 Einwohner. Zur einzigen Ortschaft gehören auch Anger, Bergen, Graben, Hocheck, Sauberg und Waldsiedlung. Religiöse Traditionen prägen das Ortsbild besonders durch die Wallfahrtskirche und die gegenüberliegende Gnadenkapelle. Daneben besitzt Ollersdorf eine Geschichte wiederholter Neuordnung: Der Siedlungsplatz wurde verändert, Gemeindezusammenschlüsse wurden rückgängig gemacht und öffentliche Gebäude nach einer Explosion neu errichtet.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Ollersdorf im Burgenland – Wikipedia, feste Artikelversion
Vom älteren Arand zum Dorf im Stremtal
Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1333. In späteren Quellen begegnen Namensformen wie Arand, Araand oder Arad. Die ältere Siedlung lag östlich des heutigen Ortes und wurde zu Beginn des 17. Jahrhunderts zerstört. Im Jahr 1609 erfolgte die Neugründung im Stremtal unter dem Namen Ollersdorf. Eine Schule wurde 1760 eingerichtet. Im 19. Jahrhundert kaufte die Gemeinde Besitzungen der Familie Batthyány auf. Diese Entwicklung zeigt den Wandel von einem herrschaftlich geprägten Dorf zu einer Gemeinde, die zunehmend selbst über örtliche Flächen und Einrichtungen verfügte. Der heutige Ortsname gehört dabei zur jüngeren Siedlungsphase.
Quellen: Ollersdorf im Burgenland – Wikipedia, feste Artikelversion
Kirche und Kapelle mit unterschiedlicher Baugeschichte
Ollersdorf ist seit dem frühen 16. Jahrhundert als marianischer Wallfahrtsort bekannt. Die Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt stammt aus der Barockzeit. Gegenüber steht die Gnadenkapelle Maria Helferin. Mit ihr ist die Überlieferung verbunden, dass 1626 an einer Quelle ein Marienbild gefunden wurde. Die heutige Kapelle entstand 1955; der Bereich um Quelle und Wallfahrtsstätte wurde 1986 neu gestaltet. Religiöse Erzählung und Baugeschichte sind dabei auseinanderzuhalten. Das Gnadenbild gehört zur örtlichen Andachtstradition, während Kapelle und Platz mehrfach baulich verändert wurden. Zusammen bilden sie einen zusammenhängenden religiösen Bereich innerhalb des Dorfes.
Quellen: Ollersdorf im Burgenland – Wikipedia, feste Artikelversion
Zwanzig Jahre in einer größeren Gemeinde
Im Jahr 1971 wurden Ollersdorf, Hackerberg und Wörterberg zu einer Gemeinde zusammengelegt. Während dieser gemeinsamen Verwaltungsphase entstanden oder erweiterten sich mehrere öffentliche Einrichtungen, darunter Kindergarten, Musikerheim und Sportlerheim. 1991 wurde die Großgemeinde wieder aufgelöst; Hackerberg und Wörterberg erhielten ihre Selbstständigkeit zurück. Ollersdorf wurde im selben Jahr zur Marktgemeinde erhoben. Die heutigen Einwohner- und Flächenangaben beziehen sich deshalb auf das verkleinerte Gemeindegebiet. Wer ältere Chroniken oder Statistiken liest, muss beachten, dass in den zwei Jahrzehnten davor auch die Nachbarorte zur Verwaltungseinheit gehörten und gemeinsame Projekte in diesem Zusammenhang entstanden.
Quellen: Ollersdorf im Burgenland – Wikipedia, feste Artikelversion
Ein neues Gemeindehaus und regionaler Sport
Eine Explosion beschädigte am 8. Februar 2004 das Feuerwehr- und Gemeindehaus so stark, dass die betroffenen Gebäude abgetragen werden mussten. Der Neubau mit einer Arztpraxis wurde 2006 eröffnet. Er steht für einen markanten Einschnitt in der jüngeren Ortsgeschichte. Sportliche Angebote verbinden Ollersdorf außerdem mit der Umgebung: Teile der Golfanlage Stegersbach liegen auf Ollersdorfer Gemeindegebiet. Tennis und Fußball gehören zum örtlichen Vereinsleben, ebenso tragen Musik, Gesang und Theater zur Dorfgemeinschaft bei. Die Lage an der B 57 macht Ollersdorf zugleich zu einem gut einzuordnenden Ort auf der Verbindung zwischen den beiden Bezirksstädten.
Quellen: Ollersdorf im Burgenland – Wikipedia, feste Artikelversion
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 08.10.2026
