GEMEINDE · BURGENLAND

Stotzing

Zwischen dem Wiener Becken und den bewaldeten Höhen des Leithagebirges.

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Luftaufnahme von Stotzing und den umliegenden Feldern
Luftaufnahme von Stotzing und den umliegenden Feldern · Foto: Svíčková · „Stotzing W“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
839
01.01.2026
Fläche
12,91 km²
Bevölkerungsdichte
65,0
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
2443
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

STOTZING KENNENLERNEN

Stotzing: Trockenrasen, Kunst und eine Siedlung des 16. Jahrhunderts

Stotzing liegt dort, wo das Gelände vom Wiener Becken zum Leithagebirge ansteigt. Im nördlichen Teil des Gemeindegebiets liegen die Höhen um 250 Meter; weiter südlich erreicht der Buchkogel 443 Meter. Die Gemeinde im Bezirk Eisenstadt-Umgebung umfasst rund 12,91 Quadratkilometer und zählte am 1. Jänner 2026 insgesamt 839 Einwohner. Wald nimmt einen großen Teil der Fläche ein. Daneben gibt es ökologisch wertvolle offene Landschaften. Gerade das Nebeneinander von bewaldeten Hängen, Trockenrasen und einer planmäßig gegründeten Siedlung macht das örtliche Profil von Stotzing aus.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Stotzing – Wikipedia, feste Artikelversion

Ein Name aus der Familie Stotzingen

Der heutige Ort geht auf Ruprecht von Stotzingen zurück, dem Kaiser Rudolf II. 1584 die Herrschaft verlieh. Er ließ die Siedlung errichten und brachte die ersten Bewohner aus seiner württembergischen Heimat mit. Das Familienwappen wurde später zum Gemeindewappen. Der Ortsname verweist somit unmittelbar auf die Gründerfamilie. Diese frühneuzeitliche Gründung ist allerdings nicht mit dem Beginn menschlicher Nutzung des gesamten Gebiets gleichzusetzen. 2019 wurde eine vierfache Kreisgrabenanlage entdeckt und geophysikalisch untersucht, die wahrscheinlich aus der mittleren Jungsteinzeit stammt. Sie eröffnet einen wesentlich älteren Blick auf die Landschaft.

Quellen: Stotzing – Wikipedia, feste Artikelversion

Ein geschützter Lebensraum zwischen zwei Orten

Die Stotzinger Heide liegt zwischen Stotzing und Loretto am nordwestlichen Hang des Leithagebirges. Der geschützte Lebensraum umfasst etwa 29 Hektar. Unter den Trockenrasen und Magerwiesen liegt fossiler Leithakalk, der stellenweise offen zutage tritt. Der niedrige Pflanzenbewuchs ermöglicht zahlreichen kleinen Blütenpflanzen das Gedeihen. Die Gemeinde nennt beispielsweise Feinblatt-Lein, Steppen-Glockenblume und Dorn-Hauhechel. Auch eine Kolonie des Europäischen Ziesels ist dokumentiert. Die offene Heide ist daher ein anderer Lebensraum als der Wald auf den höheren Hängen, obwohl beide Landschaftsformen zur unmittelbaren Umgebung Stotzings gehören.

Quellen: Gemeinde Stotzing – Geschützter Lebensraum Stotzinger Heide

Skulpturen in der offenen Landschaft

Im oberen Bereich der Hutweide stehen Arbeiten der Stotzinger Künstlerin Heidi Tschank. Die Gemeinde führt dort die Werke „Die Brücke“, „Wasserskulptur“ und „Brunnenskulptur“ an. Kunst ist damit außerhalb eines geschlossenen Ausstellungsraums in die Landschaft eingebunden. Ein anderer örtlicher Bezugspunkt ist die Pfarrkirche, die Johannes dem Täufer geweiht ist. Das frühere Servitenkloster war mit ihr verbunden und wird heute als Pfarrhof genutzt; die Aufhebung des Klosters erfolgte 1787. Skulpturen, Kirche und ehemaliges Kloster stehen für unterschiedliche Zeiten und Ausdrucksformen der Kultur im Dorf.

Quellen: Gemeinde Stotzing – Geschützter Lebensraum Stotzinger Heide · Stotzing – Wikipedia, feste Artikelversion

Landwirtschaft und Arbeit außerhalb des Ortes

Stotzings wirtschaftliche Beziehungen reichen über die Gemeindegrenze hinaus. Eine Auswertung für 2011 verzeichnete 399 erwerbstätige Einwohner, von denen 47 im Ort selbst arbeiteten. Der große übrige Anteil pendelte aus. Diese historischen Zahlen zeigen die Rolle auswärtiger Arbeitsplätze, beschreiben aber keinen aktuellen Tagesstand. Auch die Landwirtschaft veränderte sich: Zwischen 1999 und 2010 sank die Zahl der Betriebe von 29 auf 21. Neben landwirtschaftlichen Flächen sind besonders die Wälder für die Flächennutzung wichtig. Das Dorf verbindet deshalb eine ländlich geprägte Umgebung mit Arbeitsbeziehungen in die weitere Region.

Quellen: Stotzing – Wikipedia, feste Artikelversion

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 08.10.2026

GEOGRAFIE

Stotzing auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung802
31.10.2021 · Registerzählung828
01.01.2026 · Bevölkerungsstand839

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
353
NUTS-3-Region
Nordburgenland (AT112)

VOR ORT ENTDECKEN

Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Stotzing

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.