GEMEINDE · TIROL

St. Veit in Defereggen

Ein Bergdorf über der Schwarzach mit Wegebeziehungen in die Höhe

GEMEINDEKENNZIFFER70726
Winterliche Luftaufnahme von Sankt Veit in Defereggen
Winterliche Luftaufnahme von Sankt Veit in Defereggen · Foto: Tobias Kleinlercher (Benutzer:TheTokl) · „St. Veit in Defereggen by TheTokl (05)“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
616
01.01.2026
Fläche
61,49 km²
Bevölkerungsdichte
10,0
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
9962
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

ST. VEIT IN DEFEREGGEN KENNENLERNEN

St. Veit auf der Sonnseite des Defereggentals

St. Veit in Defereggen liegt hoch über der Schwarzach auf der sonnigen Talseite. Die Gemeinde im Bezirk Lienz zählt 616 Einwohner (Stand 2026-01-01) und umfasst 61,49 km². Ihr Zentrum liegt auf rund 1.495 Metern; Weiler, Höfe und Seitentäler verteilen sich über Hänge, die bis in den Nationalpark Hohe Tauern reichen.

Siedlung am Steilhang

Der Ortskern liegt deutlich über dem Talboden, während Höfe und Weiler entlang der Hanglagen und in Nebentälern verstreut sind. Die Schwarzach verbindet das Defereggental, doch St. Veit orientiert sich sichtbar nach oben: Von Gsaritzen und anderen Siedlungsteilen führen Wege zu Almen und auf die Kämme. Die sonnige Lage begünstigte früher Ackerbau auf geeigneten Flächen; heute prägen Wiesen, Höfe und alpine Landschaft das Ortsbild. Ein Lehrweg in der Gassen-Siedlung erläutert, wie Menschen am Steilhang lebten. Fast ein Viertel des Gemeindegebiets liegt im Nationalpark Hohe Tauern. Dadurch treffen alltägliche Bewirtschaftung und der Schutz empfindlicher Berglandschaften unmittelbar aufeinander.

Kleine Betriebe, Tourismus und Dienste

Die Arbeitsstättenzählung erfasste 2024 in St. Veit 53 Arbeitsstätten und 111 Beschäftigte an diesen Standorten. 43,2 Prozent der Beschäftigten arbeiteten im Dienstleistungssektor. In Gasthöfen werden Gäste bewirtet, Vermieter betreuen Ferienwohnungen und Almhütten; die Tourismusinformation nennt dafür konkrete Angebote im Gemeindegebiet. Daneben bewirtschaften Höfe die Wiesen und halten Vieh auf den steilen Flächen. Diese Tätigkeiten hängen mit der Höhenlage zusammen: Nutzflächen sind kleinteilig, während Gäste über Wanderwege und Wintersport in den Ort kommen. So stehen landwirtschaftliche Arbeit und Besucherdienstleistungen im selben Hangraum nebeneinander.

Bergbau, Kirche und Reimmichl

Die Geschichte des Orts ist mit Bergbau und der politischen Grenze zwischen Tirol und Salzburg verbunden; erst 1803 kam der zuvor salzburgische Teil zu Tirol. Über Jahrhunderte wurden in den Bergen Erze gewonnen; danach blieb die Landwirtschaft wichtig. Die Pfarrkirche St. Veit ist seit 1313 belegt und wurde später zum Mittelpunkt einer eigenständigen Pfarre. Ein anderer Bezugspunkt ist Sebastian Rieger, der 1867 in St. Veit geboren wurde und als Priester und Schriftsteller unter dem Namen Reimmichl bekannt wurde. Der Brunnen am Dorfplatz erinnert an ihn. Sein Gedicht „Tirol isch lei oans“ wurde zu einer inoffiziellen Tiroler Hymne. Der Reimmichlbrunnen am Dorfplatz hält die Verbindung zu seiner Biografie im öffentlichen Raum sichtbar.

Wasserfall und Wege zu den Almen

Der Wasserfall bei Zotten ist ein markantes Ziel im Gemeindegebiet. Er ist vom Tal aus über einen kurzen Fußweg erreichbar. Wer höher hinaus möchte, findet Touren zur Speikbodenhütte und zu den Gritzer Seen. Die Wege folgen den Übergängen von Dorf und Weilern zu Almflächen. Im Winter gehören die Rodelbahnen Oberholz und Leppetal sowie Skitouren zum örtlichen Angebot. Vom hoch gelegenen Dorf öffnet sich der Blick auf mehrere Gebirgsgruppen des Defereggentals. Die Rodelbahn Leppetal ist laut Tourismusverband beleuchtet und damit auch für Fahrten am Abend angelegt.

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 15.10.2026

GEOGRAFIE

St. Veit in Defereggen auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung729
31.10.2021 · Registerzählung634
01.01.2026 · Bevölkerungsstand616

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
253
NUTS-3-Region
Osttirol (AT333)

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Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von St. Veit in Defereggen

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.