GEMEINDE · OBERÖSTERREICH

St. Pankraz

Kleine Gemeinde, alter Durchgangsraum und weite Waldhänge

GEMEINDEKENNZIFFER40916
Ortsansicht von St. Pankraz
Ortsansicht von St. Pankraz · Foto: Herzi Pinki · „St. Pankraz, Upper Austria“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
367
01.01.2026
Fläche
47,15 km²
Bevölkerungsdichte
7,8
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
4572
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

ST. PANKRAZ KENNENLERNEN

St. Pankraz zwischen Teichltal und Pyhrnpass

St. Pankraz liegt dort, wo die Teichl aus dem südlichen Bergland ins Tal zieht und die Route über den Pyhrnpass seit Jahrhunderten den Norden mit der Steiermark verbindet. Die Gemeinde im Bezirk Kirchdorf zählt 367 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 47,15 Quadratkilometer. Ihre geringe Einwohnerzahl verteilt sich auf ein großes, stark bewaldetes Gebiet; der Ortskern ist deshalb nur ein kleiner Teil des Gemeindealltags.

Ein Tal mit wenigen Siedlungsflächen

Mit 84 Prozent Wald und nur acht Prozent landwirtschaftlich genutzter Fläche ist St. Pankraz stärker von Hängen und Wald geprägt als von geschlossenem Siedlungsraum. Der Talboden folgt der Teichl, während sich Häuser und Höfe auf die wenigen günstigeren Lagen konzentrieren. Mit rund acht Einwohnern je Quadratkilometer ist St. Pankraz eine der dünner besiedelten Gemeinden im Bezirk. Die Gemeinde besteht aus den Ortschaften St. Pankraz und Schalchgraben; westlich davon liegt die Rotte Dirnbach. Dort befinden sich auch der Bahnhof Hinterstoder und die Raststätte St. Pankraz Hinterstoder. Die Namen dieser Einrichtungen können leicht den Eindruck erwecken, sie lägen in Hinterstoder: Beide Adressen befinden sich jedoch auf St. Pankrazer Gemeindegebiet.

Ein Ort an einer alten Nord-Süd-Verbindung

Der Pyhrnpass machte das Tal schon lange vor der heutigen Autobahn zu einem Durchgangsraum. Der ursprüngliche Ortsname „Gschwendt“ verweist auf eine ältere Siedlungsgeschichte; im Mittelalter gehörte das Gebiet nacheinander zu verschiedenen geistlichen Grundherrschaften. Das 1190 gegründete Hospiz am Pyhrn lag an der wichtigen Reiseroute und prägte die Beziehungen der umliegenden Orte. Aus dieser Lage entwickelte sich keine dichte Stadt, sondern eine kleine Gemeinde, deren Höfe und Häuser weit auseinanderliegen. Die Pfarrkirche St. Pankraz erinnert im Ortskern an die kirchliche Mitte dieses Siedlungsgebiets.

Arbeit zwischen Landwirtschaft, Service und Pendeln

Die Arbeitsstättenzählung für 2024 verzeichnet in St. Pankraz 42 Arbeitsstätten mit zusammen 104 Beschäftigungsverhältnissen; das sind keine Zählungen von Unternehmen oder einzelnen Personen. Zugleich pendelten 76,4 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnsitz in der Gemeinde aus. Vor Ort gehören Gastronomie und Versorgung für Durchreisende zu den sichtbaren Tätigkeiten: Das Gasthaus zum Niesl liegt im Ortskern am Radweg und bietet regionale Küche. Der Tourismusverband nennt auch hausgemachte Mehlspeisen und eigenen Most. An der Autobahn erfüllt die Nationalparkrast eine andere, auf Reisende ausgerichtete Funktion.

Radroute und Alltag im Tal

Der Nationalpark-Kalkalpen-Radweg R31 beginnt im Zentrum und führt durch das Teichltal in Richtung Roßleithen und Windischgarsten. Er erschließt damit auch die weniger dicht besiedelten Außenbereiche der Region und verbindet Ortsverkehr mit längeren Ausflugsrouten. Für den Alltag bleibt der räumliche Zusammenhang wichtiger als eine touristische Hauptstraße: Bahnhof, Raststätte, Höfe und Pfarrkirche liegen an unterschiedlichen Stellen und erfüllen verschiedene Aufgaben. Wer St. Pankraz besucht, erlebt daher keinen kompakten Ausflugsort, sondern eine Gemeinde, deren verstreute Siedlungen, Verkehr und Landschaft eng miteinander verflochten sind.

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 10.10.2026

GEOGRAFIE

St. Pankraz auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung358
31.10.2021 · Registerzählung356
01.01.2026 · Bevölkerungsstand367

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
152
NUTS-3-Region
Steyr-Kirchdorf (AT314)

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Besonderheiten & Ausflugsziele

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