GEMEINDE · OBERÖSTERREICH

St. Marienkirchen bei Schärding

Zwischen Inn und Antiesen verbinden sich ein großer Agrarraum, spezialisierte Industrie und örtliche Sozialangebote.

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Kirche in St. Marienkirchen bei Schärding
Kirche in St. Marienkirchen bei Schärding · Foto: Giorno2 · „St. Marienkirchen bei Schärding, Pfarrkirche“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
2 029
01.01.2026
Fläche
24,93 km²
Bevölkerungsdichte
81,4
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
4774
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

ST. MARIENKIRCHEN BEI SCHÄRDING KENNENLERNEN

St. Marienkirchen bei Schärding: Landwirtschaft und Bahntechnik

Zwischen Inn und Antiesen liegt St. Marienkirchen bei Schärding in einer offenen, von Feldern und Ortschaften geprägten Landschaft. Die Gemeinde im Bezirk Schärding zählte am 1. Jänner 2026 2.029 Einwohnerinnen und Einwohner auf 24,93 Quadratkilometern. Landwirtschaft, ein Bahnzulieferbetrieb und mehrere soziale und kulturelle Einrichtungen geben dem verstreuten Gemeindegebiet unterschiedliche Funktionen.

Zwischen Inn, Antiesen und Bahnlinie

Der Inn begrenzt die Gemeinde im Nordwesten, die Antiesen im Südwesten. Das Gebiet liegt auf etwa 338 Metern Höhe und umfasst 22 Ortschaften in vier Katastralgemeinden. Felder und Wiesen dominieren die offenen Flächen; Wald nimmt einen kleineren Anteil ein. Die Innkreis Autobahn und die Salzkammergutbahn durchqueren das Gemeindegebiet. Die nächstgelegenen Bahnstationen sind Suben und Dietrichshofen, nicht ein Bahnhof im Ortszentrum. Auch der Flugplatz Schärding-Suben liegt teilweise in St. Marienkirchen; er ist eine regionale Verkehrseinrichtung, kein allgemein zugänglicher Aussichtsort.

Landwirtschaft und Bahntechnik am Arbeitsort

Statistik Austria zählte 2020 in St. Marienkirchen 55 land- und forstwirtschaftliche Betriebe. Die Arbeitsstättenzählung 2024 erfasste 171 Arbeitsstätten, 152 Unternehmen und 1.237 Beschäftigte in Arbeitsstätten; 76,1 Prozent der aktiv Erwerbstätigen am Wohnort pendelten 2024 aus. Frauscher Sensortechnik hat ihren Standort in der Gewerbestraße 1. Das Unternehmen entwickelt Achszählsysteme: Radsensoren erfassen überfahrende Achsen, Auswerteeinheiten erzeugen daraus Meldungen, ob Gleisabschnitte frei oder besetzt sind. 2010 hatte die Agrarstrukturerhebung noch 74 solche Betriebe gezählt; bis 2020 ging ihre Zahl damit um 19 zurück. Frauscher steht für den spezialisierten Bahntechnikbereich am Ort.

Bildung, Bibliothek und wohnortnahe Hilfe

Im Schulzentrum sind Volksschule, Mittelschule und Polytechnische Schule gebündelt; seit 2022 ist dort auch der Kindergarten untergebracht. Die Gemeinde- und Pfarrbibliothek ist ebenfalls in diesem Gebäudekomplex. Für ältere Menschen und Angehörige gibt es zusätzlich konkrete Unterstützung im Alltag: Community Nurses bieten kostenlose Beratung, koordinieren Angebote und führen auf Wunsch Hausbesuche durch. Das Rote Kreuz liefert im Rahmen von „Essen auf Rädern“ täglich ein warmes Menü nach Hause; die Anmeldung ist über Gemeinde oder Bezirksleitstelle möglich.

Kulturhof und Kirche mit klaren Besuchswegen

Im Kulturhof Müllner z’Gstötten ist in einem etwa 200 Jahre alten Bauernhaus ein Heimatmuseum eingerichtet. Besucher sehen dort die alte Küche, die Auszugwohnung, Gesinde- und Speisekammern sowie eine Tischler- und Wagnerwerkstatt. Für eine Besichtigung bittet die Eigentümerfamilie um telefonische Kontaktaufnahme; Räume können auch für private Feste und Veranstaltungen gemietet werden. Ein zweiter öffentlicher Zielpunkt ist die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt: Die Pfarre veröffentlicht Gottesdienstzeiten, zu denen der Kirchenraum besucht werden kann. In den Ortschaften liegen außerdem Kapellen und Marterl, die bei Maiandachten Treffpunkte der örtlichen Gemeinschaften sind.

Kirche, Pfarre und die wechselnde Ausstattung

Um 1140 ist der Ortsname sanctimarienchirchen erstmals belegt; er verweist bereits auf eine Marienkirche. Die heutige Pfarrkirche entstand gegen Ende des 15. Jahrhunderts und ist Mariä Himmelfahrt geweiht. Seit 1581 bildet St. Marienkirchen eine eigenständige Pfarre; im 16. Jahrhundert gehörten auch Eggerding, Mayrhof und Etzelshofen dazu. Nach einem Brand, der Dach und Glocken zerstörte, erhielt der Turm 1714 seinen achteckigen barocken Helm. Spätere Veränderungen betrafen vor allem die Ausstattung: 1964 kamen Glasfenster von Margret Bilger hinzu, 1991 eine neue Orgel und 2019 ein heller Marmorboden mit Volksaltar und Ambo von Gisela Stiegler.

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 11.10.2026

GEOGRAFIE

St. Marienkirchen bei Schärding auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung1 841
31.10.2021 · Registerzählung1 969
01.01.2026 · Bevölkerungsstand2 029

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
705
NUTS-3-Region
Innviertel (AT311)

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Nachbargemeinden von St. Marienkirchen bei Schärding

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.