PIERBACH KENNENLERNEN
Pierbach: Naarn, Handwerk und Alltag
Eine silberne Deichsel im Pierbacher Gemeindewappen symbolisiert den Zusammenfluss von Großer und Kleiner Naarn. Die Gemeinde im Bezirk Freistadt zählt 1.033 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 22,70 Quadratkilometer. Der Hauptort liegt in einer Talmulde; Höfe und Weiler verteilen sich über bewaldete Höhen.
Wasserwege und Kuglmühle
Der Zweiflüsseweg führt über elf Kilometer durch das Gemeindegebiet und folgt rund drei Kilometer dem Lauf der Kleinen Naarn. Auf der Route liegt die Wasserabfüllanlage Irxenmayr. Dort kann eine Kuglmühle besichtigt werden, in der die Kraft des Wassers aus unregelmäßigen Steinen runde Granitkugeln formt. Der markierte Weg führt auch zum Zusammenfluss der beiden Naarne und kehrt entlang der Großen Naarn in den Ort zurück. Ein anderer Rundweg, der zwölf Kilometer lange Ruttensteinweg, steigt zur Ruine mit ihrem erhaltenen Wohnturm an und führt über Wälder und das Naarnufer zurück. Ausgangspunkt der markierten Wege ist die Infotafel beim Johannesweg-Bogen neben dem öffentlichen Parkplatz in der Ortsmitte.
Einrichtungen für den Alltag
Die Öffentliche Bücherei in der Schulstraße 19 öffnet dienstags von 17 bis 18.30 Uhr, freitags früh und sonntags am Vormittag. Im Bestand stehen Kinder- und Jugendliteratur, Sachbücher, Spiele, Hörspiele und Tonies; zusätzlich kann die Digitale Bibliothek des Landes genutzt werden. Eine neue Außenbank und Beschilderung vor der Bücherei ergänzen die erweiterten Öffnungszeiten; Gemeinde, Pfarre und Bücherei setzten diese Verbesserungen gemeinsam um. Der seit Juni 2025 geöffnete Freizeitpark ist ganzjährig frei zugänglich. Neben Pumptrack, Skateplatz und Funcourt gibt es dort eine offene Outdoorklasse, einen Pavillon und eine eigene Übungsstrecke der Freiwilligen Feuerwehr. Für Postangelegenheiten nimmt der Postpartner im Gemeindeamt auch Pakete ins In- und Ausland sowie eingeschriebene Briefe an; die Schalterzeiten entsprechen den Amtszeiten.
Urkunde, Kirche und Handwerk
Die Gemeinde nennt 1114 als erste belegte schriftliche Erwähnung Pierbachs. In der Pfarrkirche verweisen zwei spätromanische Steinmetzzeichen am Turm auf die frühe Baugeschichte; sie liegen an der Südwestecke rund zehn Meter über dem Boden. Die Burg Ruttenstein wird 1209 erstmals genannt und um 1300 erweitert. Auf einer Ansicht von 1674 erscheint sie bereits als Ruine; der erhaltene Wohnturm ist heute noch ein markanter Rest der Höhenburg. Das Häferlmuseum zeigt besondere Häferl sowie Kaffee- und Teeservice aus Meissen, Wiener Keramik und Gmundner Keramik; auch Herstellung und Geschichte des Häferls sind Teil der Sammlung.
Landwirtschaft und Gastgewerbe
Die Arbeitsstättenzählung 2024 weist in Pierbach 97 Arbeitsstätten und 192 Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort aus. 56,7 Prozent der Arbeitsstätten gehörten zum primären Sektor; 49,0 Prozent der Beschäftigungsverhältnisse lagen im Dienstleistungssektor. 78,4 Prozent der aktiv erwerbstätigen Einwohnerinnen und Einwohner pendelten aus. Beschäftigungsverhältnisse sind nicht mit der Zahl unterschiedlicher Personen gleichzusetzen. Die Gemeinde führt zwei konkrete Gastbetriebe: Der Gasthof Populorum an der Dorfstraße 5 bietet warme Küche und fünf Gästezimmer; beim Gasthof Trinkl im Naarntal gibt es vier Doppelzimmer. Beide verbinden Bewirtung und Nächtigung und liegen in verschiedenen Teilen des Gemeindegebiets.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Pierbach – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Freizeit und Tourismus
- Wandern
- Freizeitpark Pierbach mit Pumptrack
- STATISTIK AUSTRIA – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindeergebnisse
- Geschichte der Gemeinde
- Ruine Ruttenstein / Wandern
- Häferlmuseum Pierbach
- Gastronomie und Unterkünfte
- Öffentliche Bücherei Pierbach
- Gemeinde Pierbach – Postdienste
Stand der Angaben: 10.10.2026
