OBERSCHLIERBACH KENNENLERNEN
Oberschlierbach: Alltag am Flyschkamm
Zwischen Kremstal und Steyrtal liegen die Höfe Oberschlierbachs auf dem Kamm der östlichen Almtaler und Kirchdorfer Flyschberge. Die Gemeinde zählt 480 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 18,27 Quadratkilometer.
Höfe auf dem Höhenzug
Das Ortszentrum liegt auf ungefähr 600 Metern Seehöhe. Das Gemeindegebiet reicht sechs Kilometer von Nord nach Süd und 5,3 Kilometer von West nach Ost. Knapp 60 Prozent der Fläche sind bewaldet, mehr als ein Drittel wird landwirtschaftlich genutzt; der Dauersiedlungsraum umfasst 37,8 Prozent. Die verstreute Besiedlung besteht aus einzelnen Höfen und kleinen Ortslagen. Administrativ gehören die Ortschaften Oberschlierbach und Hausmanning zur Gemeinde; Hausmanning reicht im Süden teilweise in das Nachbargebiet von Schlierbach.
Landwirtschaft und lokale Dienstleistungen
Für 2024 weist Statistik Austria 49 Arbeitsstätten in der Gemeinde aus. 42,9 Prozent lagen im primären Sektor; zugleich entfielen 62,6 Prozent der Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort auf Dienstleistungen. Das Winznergut bewirtschaftet 29 Hektar Grünland mit Dam- und Rotwild, schlachtet am Hof und verarbeitet Fleisch sowie weitere Erzeugnisse in der eigenen Küche für den Direktverkauf. Die Teichbau GmbH in Hochkogl plant und baut Schwimmteiche und Naturpools, gestaltet Gärten, verlegt Pflasterungen und übernimmt Pflege sowie Reparaturen. Brennholz liefert der Hof nach Vereinbarung.
Betreuung im Schiefergut
Für Familien gibt es im Schiefergut einen Gemeindekindergarten für Kinder von drei bis sechs Jahren. Eine Elementarpädagogin und eine pädagogische Assistenzkraft betreuen die Gruppe; eine zusätzliche Assistenz wird laut Gemeinde von den Eltern finanziert. Das pädagogische Konzept nennt Naturbezug, freies Spielen drinnen und draußen, individuelle Betreuung und eine gesunde Jause. Das Gemeindeamt in Oberschlierbach 1 bietet Parteienverkehr von Montag bis Donnerstag zwischen 8 und 12 Uhr an; freitags bleibt es geschlossen, Termine sind nach telefonischer Vereinbarung möglich.
Name und kirchliche Zugehörigkeit
Der Ortsname erscheint 1812 in der Franziszeischen Landesaufnahme für die Steuergemeinde. Kirchlich gehörte die Gegend zunächst zur Pfarre Kirchdorf; 1784 kam sie zur neu eingerichteten Pfarre Schlierbach. Als nach 1848 politische Gemeinden geschaffen wurden, entstand Oberschlierbach als eigene Gemeinde.
Rundweg zum Panoramaplatz
Der Eckelsberg-Panoramaweg beginnt am Gemeindeplatz und führt über den Panoramaplatz und Gut am Eckelsberg zurück. Die Gemeinde gibt eine Gehzeit von etwa einer Stunde, leichte Schwierigkeit und 76 Höhenmeter an; 60 Prozent der Strecke verlaufen auf Wiesenwegen, der Rest auf Asphalt. Am Panoramaplatz liegen ein Naturbiotop und der Blick Richtung Sengsengebirge und Totes Gebirge. Der Weg ist laut Beschreibung nicht kinderwagengerecht. Der längere Rundweg Brand führt vom Gemeindeplatz über Forstweg, Bienenhütte und Holzknechthütte zum Ferien- und Biobauernhof Kaiseredt und über Hof Hochbichl zurück. Am Kaiseredt-Hof laden Spielplatz und Bänke zur Rast ein; freitags wird dort Brot gebacken und verkauft. Der Rundweg dauert 1 Stunde 45 Minuten, überwindet 100 Höhenmeter und ist leicht, nicht kinderwagengerecht sowie überwiegend auf Schotter und Asphalt angelegt.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Oberschlierbach – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Winznergut – Betrieb und Hofladen
- Statistik Austria – Arbeitsstätten 2024, Gemeindeergebnisse
- Teichbau GmbH – Leistungen und Kontakt
- Gemeinde Oberschlierbach – Wurzelkindergarten
- Gemeinde Oberschlierbach – Eckelsberg-Panoramaweg
- Gemeinde Oberschlierbach – Rundweg Brand
Stand der Angaben: 12.10.2026
