NEUMARKT IN DER STEIERMARK KENNENLERNEN
Neumarkt: ein Marktort am Sattel
Neumarkt in der Steiermark liegt am Neumarkter Sattel, einer wichtigen Verbindung zwischen Steiermark und Kärnten. Die heutige Marktgemeinde vereint seit 2015 sieben frühere Gemeinden und umfasst zehn Ortschaften. Auf 163,52 Quadratkilometern leben 4784 Menschen (Stand 1. Jänner 2026). Im Ortskern treffen Nahversorgung, Bahnhof und Naturparkangebote aufeinander.
Passlage und Ortsteile
Der Neumarkter Sattel liegt auf 894 Metern und ist der niedrigste Übergang zwischen der Steiermark und Kärnten. Diese Lage hat die Entwicklung des Hauptortes geprägt: Straßen und die Rudolfsbahn führen durch den Raum, während die Berge der Gurktaler Alpen und der Seetaler Alpen die Randbereiche bestimmen. Zur Gemeinde gehören seit der Strukturreform 2015 Dürnstein, Kulm, Mariahof, Neumarkt, Perchau, St. Marein und Zeutschach. Der Hauptort bündelt öffentliche Einrichtungen und Versorgung für die Ortsteile; die Wege nach Murau und Kärnten halten die Gemeinde mit benachbarten Regionen verbunden. Die wichtige Straße quert dagegen den höher gelegenen Perchauer Sattel; Bahn und Straße nutzen somit unterschiedliche Übergänge.
Arbeitsplätze und regionale Versorgung
Die Arbeitsstättenzählung 2024 weist 558 Arbeitsstätten in Neumarkt aus. 56,8 Prozent davon liegen im Dienstleistungssektor; in den Arbeitsstätten waren 1.757 Beschäftigungsverhältnisse erfasst, zu 64,7 Prozent im Dienstleistungsbereich. Ein konkretes Beispiel für örtliche Produktion ist die Tischlerei Griessner mit Ausstellungshaus, die in der Gemeindeliste der Betriebe geführt wird. Sie verbindet Werkstattarbeit mit der Präsentation von Möbeln und Holzarbeiten. 56,2 Prozent der aktiv Erwerbstätigen am Wohnort pendeln aus; Neumarkt bietet also Arbeitsplätze und Versorgung, während ein erheblicher Teil der Erwerbswege über die Gemeinde hinausführt.
Naturpark als Teil des Alltags
Neumarkt ist ein regionales Zentrum im Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen. Das Naturparkangebot prägt nicht nur den Fremdenverkehr, sondern auch die Freizeitmöglichkeiten für die Ortsteile. Im Hauptort liegt der NaturLesePark, dessen Wege und Skulpturen Naturwahrnehmung und Kunst zusammenbringen. Das Naturbad und markierte Wander- und Radwege ergänzen die Grünräume im Tal. In Zeutschach ist die Ursprungquelle als Karstquelle ein Ziel am Rand des Naturparkraums; Dürnstein liegt dagegen am engen Olsatal. In Dürnstein ist auch die Burganlage als Ausflugsziel ausgeschildert. Der Naturpark verbindet Wege, bäuerliche Kulturlandschaft und Erholung in den Ortsteilen.
Marktgeschichte und Lernorte
Die Marktgeschichte lässt sich im Ortskern an der Marktbefestigung, der Pfarrkirche und der Pestsäule ablesen. Die Ringmauer ist bereits 1394 belegt; drei Befestigungstürme sind bis heute erhalten und werden bewohnt. Die Burg Forchtenstein wurde 1224 erstmals urkundlich genannt; ihre Lage an der Verbindung durch den Sattel gab ihr strategische Bedeutung. Im alten Volksschulgebäude betreibt der Museumsverein Novum Forum ein Museum mit Erlebnisstationen, historischen Handarbeiten und einem Bergwerksmuseum. Die Gemeindeseite nennt das Novum Forum als Ausflugsziel; Führungen durch die historische Sammlung können dort nach Vereinbarung angefragt werden. Der Bahnhof an der Rudolfsbahn gibt dem Hauptort eine Schienenverbindung über den Sattel. Die Pestsäule stammt aus dem Jahr 1717 und steht weiterhin im Marktzentrum.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Neumarkt in der Steiermark – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Marktgemeinde Neumarkt – Ausflugsziele
- Marktgemeinde Neumarkt – Betriebe
- Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024
- Marktgemeinde Neumarkt – Ausflugsziele Dürnstein
Stand der Angaben: 14.10.2026
