KOPFING IM INNKREIS KENNENLERNEN
Kopfing im Innkreis: Waldhöhe, Handwerk und neue Wege
Kopfing liegt am Südhang des Sauwaldes, wo bewaldete Höhen und offene Wiesen den Blick weit über das Innviertel tragen. Die Marktgemeinde im Bezirk Schärding hat 1.954 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 33,32 Quadratkilometer.
Am Südhang des Sauwaldes
Die Gemeinde umfasst 25 Ortschaften und vier Katastralgemeinden. Vom Ortszentrum führen markierte Rundwege durch Wiesen und Wald hinauf zum Feichtberg. Auf 777 Metern liegt dort der höchste Punkt der Kopfinger Wanderwege; bei klarer Sicht reicht der Blick vom Innviertel bis in die Alpen und nach Bayern. Der elf Kilometer lange Jungfrauenstein-Rundweg verläuft mindestens zur Hälfte durch schattigen Wald und führt an Baumkronenweg, Schanzgräben und Jungfrauenstein vorbei. Die 7,4 Kilometer lange Doblrunde verbindet Ortsrand, Wald und Höhenstraße. Das Gelände entwässert über Bäche, die sich in die Sauwaldhänge eingeschnitten haben. Früher lieferten sie Energie für Mühlen und Werkstätten.
Produktion und Pendlerwege
Für Kopfing weist die Arbeitsstättenzählung 2024 192 Arbeitsstätten und 1.067 Beschäftigte in Arbeitsstätten aus. 65,9 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnort in der Gemeinde pendelten aus. Am Standort Kopfing produziert JOSKO Fenster und Türen; das Unternehmen nennt Kopfing und Andorf als seine beiden Produktionsstandorte. Das Sortiment umfasst Holz-, Holz-Alu- und Kunststofffenster sowie Haustüren und Innentüren. So lassen sich die Statistik zu Arbeitsstätten und Beschäftigten und die konkrete Fertigung im Gemeindegebiet unterscheiden; der Auspendleranteil zeigt zugleich die Bedeutung auswärtiger Arbeitsorte für viele Einwohner:innen.
Wasser, Mühlen und frühe Wege
Die Gemeinde feierte 2025 die 900-jährige erste urkundliche Erwähnung Kopfings. Die Ortschaft Grafendorf ist in Quellen des 12. Jahrhunderts erwähnt; die dortige Straße verlief nach Angaben der Gemeinde schon in der Römerzeit als Verbindung zwischen Wels und Passau. Im Tal des Tiefenbachs lag früher ein kleines Gewerbegebiet: Wasser trieb Sägewerk, Mühlen, Bäckerei und Schmiede an. Reste der Staumauer beim einstigen Elektrizitätswerk sind am Lichthäusl noch vorhanden. Diese Spuren zeigen, wie lokale Arbeit früher an natürliche Energie gebunden war und warum Bachläufe die Siedlungs- und Wirtschaftslandschaft mitprägten.
Kulturhaus und Kulturpark
Das Kulturhaus liegt mitten im Ort oberhalb der Pfarrkirche; der Kulturpark ist frei zugänglich und bietet bei klarer Sicht einen Blick ins Alpenvorland. Im Häuslerhaus zeigen die frühere Krämerei und das Handwerk im Dachboden, wie im Ort gearbeitet und eingekauft wurde; die Brauchtumsstube widmet sich regionalen Traditionen. Eine Galerie zeigt wechselnde Ausstellungen. Das geologische Kabinett macht mit Gesteinen, Mineralien und Fossilien die Landschaft des Sauwalds anschaulich; im Kulturpark stehen Objekte regionaler Volkskultur. Das Haus ist nach Voranmeldung im Rahmen einer Führung zu besichtigen; die Krämerei ist stufenlos erreichbar. Der Baumkronenweg, 2005 eröffnet, ergänzt das Kulturangebot um ein eigenständiges Ziel im Wald.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Kopfing im Innkreis – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Zahlen und Fakten
- Wandern in Kopfing
- JOSKO Fenster und Türen GmbH
- Gemeindezeitung – 900 Jahre Grafendorf / Kopfing
- Baumkronenweg
- Schule | Bildung
- STATISTIK AUSTRIA – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindeergebnisse
- Josko – Über uns
- Kulturhaus Kopfing – Gästeinfo & Kontakt
Stand der Angaben: 11.10.2026
