KOLSASS KENNENLERNEN
Kolsass zwischen Inn und Weerbach
Kolsass liegt im Unterinntal südlich des Inns, dort, wo der Talboden zum Hang ansteigt. Die Gemeinde im Bezirk Innsbruck-Land zählt 1.682 Einwohner (1. Jänner 2026) auf 3,34 Quadratkilometern. Der Weerbach bildet ihre östliche Grenze.
Zwischen Inn und Weerbach
Der Inn begrenzt Kolsass im Norden; südlich des Dorfes steigt das Gelände an. Zwischen Fluss, Siedlung und landwirtschaftlich genutztem Boden bleibt auf der kleinen Gemeindefläche wenig Abstand. Die Gemeinde besteht aus einer gleichnamigen Ortschaft und Katastralgemeinde. Im bebauten Ort liegen Pfarrkirche, Friedhof und Widum nahe beieinander. Der geschützte Bildstock vor dem Gemeindeamt steht dagegen am Fiechterweg und gibt einem Spaziergang einen zweiten Anhaltspunkt. Die Gemeinde liegt zwischen Innsbruck und dem Zugang zu den östlichen Inntaler Seitentälern. Für Wege in die Nachbarorte sind die Straßen des Talbodens wichtig; der Weerbach markiert dabei die Grenze zu Weer.
Arbeit und Betriebe
Die Arbeitsstättenzählung 2024 erfasste in Kolsass 161 Arbeitsstätten mit 553 Beschäftigten; 81,6 Prozent der aktiv Erwerbstätigen am Wohnort pendelten aus. Im Ort arbeiten auch spezialisierte Betriebe: Profikeramik Sponring in der Rettenbergstraße berät zum Einsatz von Fliesen, Stein und Marmor und übernimmt deren Verlegung. Hauser externes Betriebsmanagement am Waldweg bietet Dienste für Betriebsführung und Immobilien an. Diese beiden Angebote zeigen die Spannweite zwischen ausführendem Handwerk und Büroarbeit. Zusammen mit kleinen Geschäften und Gastronomie bieten solche Betriebe Arbeit und Versorgung im Dorf. Für viele Einwohner führt der tägliche Arbeitsweg dennoch in andere Gemeinden des Inntals.
Von der frühen Pfarre zum Bergbau
Die Gemeinde nennt eine Erhebung der Pfarre zur Mutterpfarre im Jahr 788 und eine urkundliche Erwähnung von Kolsass im Jahr 1050. Der romanische Kirchenbau wurde im 14. Jahrhundert gotisch umgestaltet und später erweitert. Über mehrere Jahrhunderte ergänzte Bergbau die Landwirtschaft. Besonders im Weiler Mühlbach wurde Erz gewonnen; vom 14. bis zum 16. Jahrhundert verarbeiteten Schmelzhütten Eisen. Auch Goldwäsche ist für spätere Zeiträume überliefert. Im Ortskern erinnern die Pfarrkirche Kolsass, das Widum aus der Mitte des 17. Jahrhunderts und der alte Friedhof an unterschiedliche Phasen der Dorfgeschichte. Die Gemeinde führt sie als geschützte Objekte.
Schule und Treffpunkte im Dorf
Kolsass verfügt über eine Volksschule am Fiechterweg und Kinderbetreuung der Region Rettenberg in unmittelbarer Nähe. Die Pfarr- und Gemeindebücherei liegt am Kirchplatz. Das von Kolsass und Weer gemeinsam genutzte Jugendzentrum befindet sich dagegen in Weer: Es ist ein regionales Angebot und kein Treffpunkt im Gemeindegebiet. Der Gemeindesaal dient Veranstaltungen im Dorf; die Gemeinde führt außerdem Vereine und Gastronomie. Für Besucher sind die Außenansichten der geschützten Bauten und der Bildstock am Gemeindeamt leicht in einen Rundgang durch den Ort einzubeziehen. Wer die Kirche auch von innen sehen möchte, sollte den Zugang bei der Pfarre erfragen; das Widum ist kein ausgewiesenes Besuchsangebot. Die Adressen liegen damit dicht beieinander und sind zu Fuß im Dorf erreichbar; der Gang verbindet Einrichtungen des Alltags mit den historischen Orten.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Kolsass – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Kolsass - GEM2GO WEB - Startseite - Dorfleben - Wissenswertes - Geschichte
- Gemeinde Kolsass – Wirtschaftsbetriebe, Profikeramik Sponring
- Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024
- Tirol Werbung – Hängebrückenrunde Kolsassberg
- Gemeinde Kolsass – Hauser externes Betriebsmanagement KG
- Gemeinde Kolsass – Bildung und Betreuung
Stand der Angaben: 14.10.2026
