KITZECK IM SAUSAL KENNENLERNEN
Kitzeck im Sausal: Weinberge am Hang
Kitzeck im Sausal liegt in einer stark gegliederten Hügellandschaft zwischen Koralpe und südsteirischem Weinland. Die Gemeinde im Bezirk Leibnitz zählt 1.137 Einwohner (1. Jänner 2026) auf 16,30 Quadratkilometern.
Höhen und Ortsteile
Die Gemeinde besteht aus sieben Katastralgemeinden und Ortschaften: Brudersegg, Fresing, Gauitsch, Greith, Neurath, Steinriegel und Kitzeck. Zu ihnen gehören kleinere Weiler und Streusiedlungen an den Hängen. Diese Lage prägt Wege, Landwirtschaft und Ausblicke: Rebflächen liegen auf steilen, sonnenzugewandten Hängen, dazwischen ziehen sich Wälder und schmale Straßen. Das Ortszentrum liegt hoch über den Tälern; die Gemeinde beschreibt die Umgebung als Wein- und Hügellandschaft des Sausals. Anders als ein kompakter Talort erschließt sich Kitzeck daher über mehrere Ortsteile und Höhenlagen. Wander- und Radtouren verbinden die Siedlungen mit Aussichtspunkten und Buschenschänken, während die kurvigen Straßen die topografischen Unterschiede unmittelbar erfahrbar machen.
Weinbau und örtliche Arbeit
In Kitzeck sind 2024 insgesamt 140 Arbeitsstätten und 826 Beschäftigte in Arbeitsstätten registriert. 35,7 Prozent der Arbeitsstätten entfielen auf den primären Sektor; zugleich lagen 82 Prozent der Beschäftigten in Dienstleistungen. Die beiden Zahlen messen unterschiedliche Dinge und zeigen, wie Weinbau, Gastronomie und Tourismus zusammenwirken können. Der Weinbau findet unter anspruchsvollen Bedingungen statt: Die in der Gemeindeübersicht genannte Rebfläche beträgt etwa 130 Hektar, teils mit Hangneigungen bis 49 Grad. Weingüter und Buschenschänken bauen Trauben an, verarbeiten Wein und bieten Speisen und Ausschank an. Zusätzlich nennt die Gemeinde zahlreiche Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe. 78,9 Prozent der Erwerbstätigen am Wohnort pendelten 2024 aus; Kitzeck verbindet also seine touristisch sichtbare Weinwirtschaft mit Arbeit außerhalb der Gemeinde.
Geschichte in der Landschaft
Die Gemeinde Steinriegel wurde 1952 in Kitzeck im Sausal umbenannt; die heutige Gemeinde umfasst mehrere historische Siedlungskerne. Besonders präsent sind die Pfarrkirche Schmerzhafte Maria, die Marienkapelle und das Steirische Weinmuseum. Weinbau und Landschaft sind hier nicht voneinander zu trennen: Die steilen Hänge bestimmen, wie Weingärten angelegt und bearbeitet werden, während Aussicht und offene Rebreihen den Charakter des Ortsbildes formen. Das Weinmuseum greift diese Verbindung auf und ordnet die Arbeit im Weingarten in eine längere regionale Geschichte ein. Im Ortsleben stehen damit religiöse Bauwerke und die Kultur des Weinbaus nebeneinander. Ein Besuch lässt sich gut mit einem Spaziergang durch die Ortsteile verbinden, sollte aber Rücksicht auf bewirtschaftete Privatflächen nehmen.
Besuch und Alltag
Die Gemeinde listet das 1. Steirische Weinmuseum ausdrücklich als Freizeit- und Kulturangebot; es bietet einen vertiefenden Zugang zum Weinbau, der die Region wirtschaftlich und landschaftlich prägt. Für den Aufenthalt nennen die offiziellen Gemeindeseiten außerdem Wander- und Radtouren sowie Buschenschänken und Weingüter. Da Öffnungszeiten einzelner Betriebe wechseln, sind konkrete Besuche vorab direkt dort abzustimmen. Alltag bedeutet in einer Streusiedlung auch Wege zwischen Ortsteilen, Schule, Gemeindeamt und Nahversorgung. Der Weinbau bleibt auch für Gäste erfahrbar: Im Museum erklären Geräte die Arbeit im Weingarten und im Keller. Kitzeck ist somit zugleich Wohnort, landwirtschaftlich geprägte Gemeinde und Ausflugsziel; seine Eigenart entsteht aus dieser Verbindung von Höhenlage, Weinproduktion und kleinteiliger Siedlungsstruktur.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Kitzeck im Sausal – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Gemeinde Kitzeck im Sausal | Gemeinde Kitzeck im Sausal
- Gemeindeseite: örtliche Informationen
- Gemeindeseite: Besuchsziele und Angebote
- MUSIS – 1. Steirisches Weinmuseum Kitzeck
- Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindeergebnisse
Stand der Angaben: 14.10.2026
