KALTENBERG KENNENLERNEN
Kaltenberg: Wallfahrtsort auf der Mühlviertler Höhe
Kaltenberg liegt auf einer natürlichen Aussichtsterrasse hoch über dem Umland. Die kleine Gemeinde im östlichen Mühlviertel hatte am 1. Jänner 2026 insgesamt 585 Einwohnerinnen und Einwohner; das Gemeindegebiet umfasst 17,15 Quadratkilometer. Die Wallfahrtskirche bildet den Ortsmittelpunkt, während Höfe und Weiler weit über die Höhen verteilt liegen.
Höfe auf der Aussichtsterrasse
Der Hauptort liegt auf rund 842 Metern Seehöhe. Das Gemeindegebiet umfasst acht Ortschaften und zwei Katastralgemeinden, Markersreith und Silberberg. Es misst 5,4 Kilometer von Nord nach Süd und 6,4 Kilometer von West nach Ost. Wälder bedecken rund 47 Prozent der Fläche, etwa 49 Prozent werden landwirtschaftlich genutzt. Zwischen den verstreuten Höfen liegen große Höhenunterschiede; vom Kuppenort öffnen sich weite Blicke über das östliche Mühlviertel. Der Johannesweg führt durch Kaltenberg. Eine zweite Rundtour ist der Urkraftweg: Die aktuelle Wegseite nennt 19,3 Kilometer und neun Impulsstationen. Bärenlucke, Wasser-Kneippplatz, Kammererkreuz und Rifflberg markieren dabei unterschiedliche Landschaftspunkte. Als Tagesrunde führt sie über 600 Höhenmeter und ist mit sechs Stunden Dauer angegeben.
Dorfzentrum, Freizeit und Versorgung
Kaltenberg besteht aus einem kleinen Dorfzentrum und vielen einzeln liegenden Höfen. Kindergarten, Volksschule und Bücherei bieten Einrichtungen für Familien und Bildung. Am Sportplatz liegen Eislauf- und Eisstockplatz, Tennisplatz sowie Spielplatz und kleiner Motorikpark. Bei ausreichender Kälte kann auf dem Freiluftplatz Eislauf betrieben werden; am Eisstockplatz kommen Gruppen zum gemeinsamen Spiel zusammen. Kletterwand, Hängebrücke, Rutsche und Sandbereich prägen den Spielplatz; Motorikstationen fordern Koordination und Ausdauer. Damit gibt es neben den zentralen Bildungseinrichtungen mehrere gemeinsam nutzbare Orte für Bewegung und Freizeit. Für Einkäufe sorgen örtliche Betriebe und Hofläden; diese Direktvermarktung ist besonders für eine Gemeinde mit verstreuten Höfen ein praktischer Teil der Nahversorgung.
Aus einer Kapelle wird ein Wallfahrtsort
Die Geschichte Kaltenbergs ist eng mit der Marienverehrung verbunden. An der Stelle der heutigen Ursprungskapelle soll nach der Überlieferung ein Bildstöckl mit einer Marienstatue gestanden haben. Weil die Zahl der Wallfahrenden zunahm, errichteten Herrschaft und Bevölkerung 1658 eine Kapelle. Kaltenberg wurde 1785 eigene Pfarre; zwischen 1798 und 1803 entstand daraus die heutige Pfarrkirche. Die spätgotische Madonna im Kirchenraum stammt laut Gemeindeseite aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Erst 1921 wurde aus dem Pfarrgebiet eine eigenständige Gemeinde gebildet.
Landwirtschaft und Veredelung vor Ort
Die Arbeitsstättenzählung 2024 weist in Kaltenberg 78 Arbeitsstätten und 155 Beschäftigte in Arbeitsstätten am Arbeitsort aus. 38,7 Prozent dieser Beschäftigten arbeiteten im primären Sektor. Ein örtliches Beispiel ist der Biohof Thauerböck in Silberberg. Der seit 1992 biologisch zertifizierte Familienbetrieb wird seit 2015 wieder im Vollerwerb geführt und bewirtschaftet 16 Hektar. Neben Tierhaltung und Getreideanbau verarbeitet der Hof Erzeugnisse in der eigenen Brennerei zu Destillaten und Likören. Im Hofladen verkauft die Familie unter anderem Fleisch, Speck und Dinkelprodukte. Landwirtschaft, Veredelung und Direktverkauf liegen damit an einem Betrieb im Gemeindegebiet.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Kaltenberg (Oberösterreich) – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
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- Hofläden/Einkaufen – Gemeinde Kaltenberg
- Biohof Thauerböck – Biohof
- BioBrennerei Thauerböck – Brennerei
- Arbeitsstättenzählung 2024 – Gemeindeergebnisse
- Urkraftweg – Urkraftdorf Kaltenberg
- Freizeiteinrichtungen am Sportplatz – Gemeinde Kaltenberg
- Spielplatz und Motorikpark – Gemeinde Kaltenberg
Stand der Angaben: 10.10.2026
