JULBACH KENNENLERNEN
Julbach zwischen Kleine Mühl und Schläger Berg
Julbach liegt im oberen Mühlviertel nahe der Grenze zu Bayern. Das Tal der Kleinen Mühl durchzieht das Gemeindegebiet; der Hauptort liegt auf etwa 600 Metern Seehöhe, während die Höhen im Süden bis zum Schläger Berg reichen. Die Gemeinde im Bezirk Rohrbach zählt 1.505 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) auf 21,73 Quadratkilometern.
Ein Tal zwischen Kuppen und Höfen
Julbach liegt am Übergang vom Böhmerwald zur offenen Kulturlandschaft. Die Kleine Mühl schneidet das Gebiet in nordwestlicher bis südöstlicher Richtung und trennt Hänge, Kuppen und Tallagen. Auf den Höhen wechseln Felder und Grünland mit Waldstücken; im Tal finden sich feuchtere Wiesen. Der Hauptort liegt kompakter im Tal, während kleinere Ortschaften in höher gelegene Bereiche reichen. Im Süden hebt sich der Schläger Berg mit 843 Metern als höchste Erhebung ab. Julbach liegt im Rohrbacher Mühlviertel. Im Norden grenzt Ulrichsberg an, im Osten Peilstein im Mühlviertel und im Süden Nebelberg; die westliche Gemeindegrenze ist zugleich Staatsgrenze zu Deutschland, jenseits liegt der Landkreis Passau.
Landwirtschaft und Arbeit außerhalb des Orts
Statistik Austria verzeichnete 2024 in Julbach 118 Arbeitsstätten und 253 Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort; 38,1 Prozent der Arbeitsstätten lagen im primären Sektor. 83,9 Prozent der Erwerbstätigen mit Wohnort Julbach pendelten aus. Ein konkretes Gewerbe ist 1a-Installationen Fischer: Der Betrieb bietet Wärmetechnik, ein Bäderstudio und Ingenieurleistungen an. Damit umfasst die örtliche Arbeit sowohl Bau- und Haustechnik als auch Dienstleistungen für Planung und Ausstattung. Die Zahlen beschreiben Arbeitsstätten und Beschäftigungsverhältnisse im Gemeindegebiet, nicht einzelne Unternehmen oder die Erwerbstätigkeit der Julbacher Bevölkerung. Viele Erwerbstätige fahren zu Arbeitsorten außerhalb der Gemeinde.
Ein Ort mit langer Siedlungsgeschichte
Julbach wurde 1160 unter dem Namen „Jugelbach“ erstmals urkundlich genannt; die Gemeindeseite ergänzt die offene Frage „Jubelbach von Jubilo oder Jubo?“. Eine gesicherte Herkunftsdeutung ergibt sich daraus nicht. Das Pfarrgebiet gehörte zunächst zur Urpfarre Pfarrkirchen; 1784 wurde Julbach als selbständige Expositur aus dem Pfarrgebiet Peilstein gelöst. 1846 wurde Julbach zur selbständigen Pfarre erhoben. Der Bau der heutigen Pfarrkirche zur heiligen Anna begann 1865, 19 Jahre später, und dauerte bis 1871. So liegen Eigenständigkeit der Pfarre und der Bau ihres heutigen Kirchenmittelpunkts zeitlich nahe beieinander.
Gemeinschaft im Hauptort und in den Ortschaften
Das solarbeheizte Freibad ist im Sommer ein wichtiger Treffpunkt. Zur Anlage gehören eine große Wasserrutsche, ein Beachvolleyballfeld und Liegewiesen; die Badesaison dauert üblicherweise von Ende Mai bis Mitte September. Seit 2024 können Saisonkartenbesitzer mit Chipkarte auch außerhalb der beaufsichtigten Öffnungszeiten baden. Eine weitere öffentliche Einrichtung ist die Pfarrbibliothek im Pfarrheim, das für Vorträge und Theater genutzt wird. Damit bietet Julbach neben seinen verstreuten Ortschaften konkrete Freizeit- und Kulturorte im Hauptort, die über die kirchliche Nutzung hinaus offenstehen.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Julbach (Oberösterreich) – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Parish
- Parishhouse
- Wko
- Land
- Statistik Austria: Abgestimmte Erwerbsstatistik 2024, Gemeindeergebnisse
- Gemeinde Julbach: Wirtschaft & Betriebe
- Gemeinde Julbach: Zahlen und Fakten
- Gemeinde Julbach: Freibad
Stand der Angaben: 11.10.2026
