GEMEINDE · TIROL

Gramais

Am Ende des Otterbachtals liegen ein kleines Dorf, eine eigene Geschichte und ein weitläufiger Bergraum.

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Gramais mit Kirche und grünen Wiesen
Gramais mit Kirche und grünen Wiesen · Foto: Franzfoto · „Gramais - Ort mit Seitekopf“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
49
01.01.2026
Fläche
32,44 km²
Bevölkerungsdichte
1,5
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
6650
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

GRAMAIS KENNENLERNEN

Gramais: Das Leben im abgeschiedenen Seitental

Gramais zählt 49 Einwohner (Stand 1.1.2026). Das Tiroler Dorf im Bezirk Reutte umfasst 32,44 km² und liegt am Ende des Otterbachtals.

Ein Seitental als Lebensraum

Gramais liegt am Ende des Otterbachtals, eines engen Seitentals, das bei Häselgehr vom Lechtal abzweigt. Die Straße führt mehrere Kilometer zwischen steilen Hängen bis zum Dorf am Talschluss. Das Gemeindegebiet ist mit 32,44 km² weitläufig, obwohl der besiedelte Kern klein ist; Berge, Almen und hochalpine Flächen bestimmen den Raum. Nach Süden und Osten steigen die Gipfel auf rund 2.700 Meter, während der Otterbach die Siedlung begleitet. Die abgeschiedene Lage ist damit keine bloße Postkartenkulisse, sondern prägt Versorgung und Wegebeziehungen: Der Alltag hängt an einer einzigen Talverbindung. Im Sommer kommen Wandernde und Bergsteiger hinzu, im Winter ist das Dorf laut Tourismusinformation bewusst kein großes Wintersportzentrum.

Vom Almboden zur eigenen Gemeinde

Die Höfe im heutigen Ortsgebiet waren zunächst mit den Almen der Großgemeinde Imst verbunden. 1427 wurde Gramais bereits als eigenständige Wirtschaftsgemeinde mit 19 Feuerstellen geführt. Politisch wechselte die Zugehörigkeit später: Erst 1811 entstand unter bayerischer Besatzung eine politische Gemeinde, 1938 kam Gramais vom Bezirk Imst zum Bezirk Reutte. Auch die Pfarrkirche St. Johannes der Täufer steht für das dauerhafte Gemeindeleben; sie ist weithin sichtbar und bildet neben den verstreuten Häusern einen klaren Orientierungspunkt. Die Geschichte erklärt, wie eine kleine Siedlung im Seitental über lange Zeit eigene Wirtschafts- und Gemeinschaftsstrukturen entwickelte.

Wenige Arbeitsstätten, konkrete Dienste

In der Arbeitsstättenzählung 2024 stehen für Gramais neun Arbeitsstätten und 14 Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort. Der primäre Sektor stellte 21,4 Prozent der Beschäftigungsverhältnisse, der tertiäre 71,4 Prozent. Bei nur 14 Beschäftigungsverhältnissen am Ort ist Pendeln für viele Einwohner wichtig: 60,9 Prozent der Erwerbstätigen am Wohnort pendelten 2024 aus. Zugleich gibt es konkrete Tätigkeiten vor Ort. Das Gasthaus Alpenrose bewirtet Gäste, während die Bergschule Lechtal geführte Angebote in den umliegenden Bergen anbietet; das Heimatmuseum wird von einem örtlichen Verein getragen. Damit verbinden sich Gastgewerbe, Bergsportdienstleistungen und landwirtschaftliche Tradition, ohne dass einzelne kleine Einrichtungen als große Arbeitgeber dargestellt werden.

Dorfmuseum und Wege in die Berge

Das Hoamhaus, Gramaiser Heimatmuseum, sammelt bäuerliche Geräte, Handwerkzeug, Möbel, Schlitten und Fotografien. Die Museumsseite nennt mehr als 1.400 Exponate aus dem Gramaiser Berg- und Bauernleben. Das Gebäude wurde aus Steinberg am Rofan nach Gramais versetzt und 2011 als Museum eröffnet. Ein Besuch ist nach telefonischer Vereinbarung möglich; die touristische Ortsseite nennt dafür die Saison von Mai bis Oktober. Draußen beginnt die Landschaft gleich hinter den Häusern: Die örtliche Tourismusinformation beschreibt Wandern und Bergsteigen als wichtige Sommeraktivitäten und weist auf den Wanderbus hin. Im Winter dient ein kleiner Hang hinter dem Gemeindehaus als Übungspiste für Kinder. Die Ausstellung verbindet die Gegenstände mit dem Alltag früherer Bergbauernfamilien.

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 15.10.2026

GEOGRAFIE

Gramais auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung53
31.10.2021 · Registerzählung41
01.01.2026 · Bevölkerungsstand49

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
23
NUTS-3-Region
Außerfern (AT331)

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