BRUNNENTHAL KENNENLERNEN
Brunnenthal: Wallfahrtsort am Übergang zum Inn
Brunnenthal liegt wenige Kilometer von Schärding entfernt, dort, wo die Hügel des Sauwaldes in das Inntal übergehen. Ein alter Wallfahrtsbezirk mit Kirche, Quelle und Badhaus prägt das Dorf bis heute. Die Gemeinde im Bezirk Schärding zählt 2.063 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und erstreckt sich über 14,94 Quadratkilometer. Ein kurzer Abschnitt ihrer Grenze folgt dem Inn, der zugleich die Staatsgrenze zu Deutschland bildet.
Hügel, Inn und verstreute Ortschaften
Brunnenthal liegt auf rund 383 Metern Seehöhe. Die zwei Katastralgemeinden Brunnenthal und Eggersham umfassen zwölf Ortschaften. Landwirtschaftliche Flächen machen gut zwei Drittel des Gemeindegebiets aus; rund ein Fünftel ist bewaldet. In der Umgebung wechseln daher offene Felder, bewaldete Höhen und die tiefer liegenden Bereiche zum Inn. Die Gemeinde grenzt an Schärding und mehrere Nachbargemeinden des Bezirks. Diese Lage verbindet den kleineren Ortskern mit den Angeboten der nahen Bezirksstadt und zugleich mit einer Landschaft, die nach Norden zum Fluss abfällt. Im Gemeindegebiet liegt auch der historische Wallfahrtsbereich, dessen religiöse Gebäude und Wasserstelle den Ortsnamen erklären.
Wohnen, Landwirtschaft und örtliche Betriebe
Die Abgestimmte Erwerbsstatistik 2024 weist für Brunnenthal 153 Arbeitsstätten und 484 Beschäftigte am Arbeitsort aus. Zugleich pendeln 83,1 Prozent der erwerbstätigen Brunnenthalerinnen und Brunnenthaler zu Arbeitsstätten außerhalb der Gemeinde. Die drei Werte beschreiben unterschiedliche Seiten einer kleinen Wohngemeinde nahe Schärding: örtliche Betriebe bieten Arbeit, während viele Erwerbstätige in der Umgebung beschäftigt sind. Ein konkretes Beispiel im Ort ist Elektro Haas am Lindenweg. Der Betrieb handelt mit Elektrogeräten und führt Elektroinstallationen aus. Damit ist neben Landwirtschaft und Wohnen auch ein lokales Handwerk mit unmittelbarem Bezug zum Alltag belegt; aus den Beschäftigtenzahlen lässt sich kein einzelner Betrieb als größerer Arbeitgeber ableiten.
Quelle und Kirche als gemeinsamer Ortskern
Die Wallfahrt entwickelte sich aus einer Heilung, die der Bauer Georg Auer aus Haraberg dem Wasser eines Brunnens zuschrieb. Der wachsende Zustrom führte im 17. Jahrhundert zum Bau einer Kirche und eines Badehauses. Die Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung wurde 1667/68 nach Plänen Christoph Zuccallis errichtet. Mit 46 Metern ist ihr Turm weithin sichtbar; eine vergoldete Madonna krönt die Spitze. Brunnenhaus, Brunnenkapelle, Gnadenkapelle und Badhaus liegen in unmittelbarer Nähe und bilden einen historischen Bezirk. Die Pfarre wurde 1785 selbstständig. Wer sich mit der Ortsgeschichte beschäftigt, begegnet deshalb nicht nur einem einzelnen Sakralbau, sondern einem räumlichen Ensemble, das aus der früheren Wallfahrt hervorging.
Einrichtungen und kulturelles Leben
Kindergarten, Volksschule, Krabbelstube und Vereine prägen den Alltag vor Ort; die Nähe zu Schärding ergänzt diese Angebote um kurze Wege in eine größere Bezirksstadt. Für gemeinschaftliche Veranstaltungen nutzt Brunnenthal auch den historischen Kirchenbezirk. Der Konzertsommer bringt Musik in den sakralen Raum, während Kapellen und Bildstöcke in den Ortschaften kleinere religiöse Bezugspunkte bilden. Der Gemeindekalender nennt auch das Herbstfest mit Stöbelturnier der Union Brunnenthal am Sportplatz.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Brunnenthal (Oberösterreich) – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Brunnenthal - RiS-Kommunal - Zentrum
- Brunnenthal - RiS-Kommunal - Zentrum - Unser Brunnenthal - Tourismus - Sehenswürdigkeiten
- Brunnenthal - RiS-Kommunal - Zentrum - Unser Brunnenthal - Tourismus - Geschichte
- Gemeinde Brunnenthal – Zahlen und Fakten
- evi.gv.at – Elektro Haas GmbH
- Statistik Austria – Abgestimmte Erwerbsstatistik 2024, Gemeindeergebnisse
- Gemeinde Brunnenthal – Veranstaltungskalender
Stand der Angaben: 11.10.2026
