BAD WIMSBACH-NEYDHARTING KENNENLERNEN
Zwischen Moor, Markt und Alm
Moorlandschaft, historische Marktmitte und die Flüsse Alm und Traun geben Bad Wimsbach-Neydharting ein eigenes Gepräge. Die Marktgemeinde im Bezirk Wels-Land zählt 2.528 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 24,31 km².
Wo Alm und Traun zusammentreffen
Bad Wimsbach-Neydharting liegt zwischen Hausruck- und Traunviertel nahe dem Zusammenfluss von Alm und Traun. Feuchtflächen und Auwaldreste säumen die Alm, während Felder und kleinere Wälder das Hügelland gliedern. Sechs Katastralgemeinden und 13 Ortschaften verteilen Höfe und Siedlungen; Neydharting und Kößlwang sind eigene Ortsteile neben dem Marktzentrum. Die Lokalbahn Lambach–Vorchdorf durchquert das Gemeindegebiet in Nord-Süd-Richtung und bedient mehrere Haltestellen. Sie verbindet die verstreuten Ortsteile mit dem Almtal und Lambach.
Das Moor als Kur- und Naturraum
Neydharting verbindet Moorlandschaft und Kurgeschichte: Das Heilmoorbad ist bereits 1364 in einem Urbar des Stifts Lambach erwähnt. Die Moorstichstellen sind geschützt. Der gemeindebeschriebene Rundweg „Über’s Lahholz zum Moor“ startet beim Heilmoorbad, führt durch Kurpark und Lahholz und passiert die Moorflächen, ohne sie zu betreten. Die Runde ist 2,6 Kilometer lang und dauert etwa 45 Minuten. Bei Lahmair öffnet sich der Blick über das Alpenvorland. Der Weg führt zunächst zum Jungschützendenkmal und anschließend durch das schattige Lahholz. Der geschützte Moorboden bleibt dabei unberührt.
Arbeit zwischen Höfen und Dienstleistungen
Die Arbeitsstättenzählung 2024 weist 224 Arbeitsstätten aus; 28,6 Prozent liegen im primären Sektor. Von 1.037 Beschäftigungsverhältnissen am Arbeitsort entfallen 62,7 Prozent auf Dienstleistungen. Das Heilmoorbad verbindet Gesundheitsangebote mit der Nutzung des örtlichen Moors; der Markt am Marktplatz bietet an ausgewählten Samstagen regionale Erzeugnisse an. Zugleich pendeln 76,6 Prozent der aktiv Erwerbstätigen am Wohnort aus. Damit stehen landwirtschaftliche Arbeitsstätten und Dienstleistungen nebeneinander. Der Markt macht die Vermarktung von Gemüse, Säften sowie Brot und Gebäck im Ortszentrum sichtbar; die Gemeinde nennt dafür den Marktplatz als festen Standort.
Marktzentrum und gemeinschaftliches Leben
Im Marktzentrum liegen Pfarrkirche, Marktplatz und öffentliche Einrichtungen nahe beieinander. Die dem heiligen Stephan geweihte Kirche entstand 1688–1691 unter Einbeziehung älterer Bauteile. Der Marktplatz ist zugleich Treffpunkt für den örtlichen Markt. Von dort führen markierte Wege in die Umgebung, darunter „Über’s Lahholz zum Moor“ und „Via Villa Rustica“. Schule, Kinderbetreuung, Turnhalle und Vereine tragen das Gemeindeleben. Viele Angebote konzentrieren sich im Hauptort, während Neydharting, Kößlwang und weitere Siedlungen ihren eigenen dörflichen Charakter bewahren.
Ein Markt mit langer Besiedlung
Am Waschenberg im Winkel von Alm und Traun lag bereits in der Hallstattzeit eine Höhensiedlung. 1491 erhielt der Ort das Marktrecht. 1954 wurde der Name Bad Wimsbach-Neydharting beschlossen, um das Heil- und Moorbad hervorzuheben. Im Freydhofholz liegt eine römische Villa rustica. Die wassergetriebene Hackenschmiede veranschaulicht frühere Metallbearbeitung mit Wasserkraft. Zusammen mit dem Moorbad verweist sie auf zwei Ressourcen, die den Ort prägten – Wasser als Antrieb und Moor als Heilmittel. Im Ortskern steht außerdem eine 300 Meter lange Kastanienallee.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Bad Wimsbach-Neydharting – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Bad Wimsbach-Neydharting - GEM2GO WEB - Startseite
- Arbeitsstättenzählung 2024 – Gemeindeergebnisse
- Über’s Lahholz zum Moor – Marktgemeinde Bad Wimsbach-Neydharting
- Wochenmarkt – Marktgemeinde Bad Wimsbach-Neydharting
- Bad Wimsbach-Neydharting – Gemeindeinformation
- Moorbad Neydharting / Gesundheitsresort Bad Wimsbach – Marktgemeinde
Stand der Angaben: 13.10.2026
