ALTENMARKT IM PONGAU KENNENLERNEN
Altenmarkt im Pongau: Zwischen Enns, Bergbahn und Skifabrik
Altenmarkt im Pongau verbindet den alten Markt an der Enns mit dem hoch gelegenen Wintersportgebiet Zauchensee. Die Marktgemeinde im Bezirk St. Johann im Pongau zählt 4.701 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 48,64 Quadratkilometer. Ihr Alltag reicht damit vom dichter besiedelten Talboden bis in die südlichen Berglagen.
Vom Ennsknie in die Berge
Der Hauptort liegt dort, wo die Enns noch schmal durch das Tal zieht; nach Süden steigt das Gemeindegebiet weit in die Berge an. Zauchensee ist eine Siedlung und ein Wintersportgebiet im südlichen Gemeindegebiet. Die drei Katastralgemeinden Altenmarkt, Palfen und Sinnhub umfassen also sehr unterschiedliche Siedlungsräume: den Markt, die Hänge am Tal und das höher gelegene Zauchtal.
Ein Markt mit kurzen Wegen
Die Lage an der Enns und die Bahnlinie Bischofshofen–Selzthal geben Altenmarkt eine Verbindung über das Tal hinaus. Im Ortszentrum treffen sich außerdem die Straßen Richtung Wagrain und über den Tauern. Für den Alltag zählt die lokale Infrastruktur: Die Gemeinde nennt ein Gesundheitszentrum, Apotheken, Lebensmittel- und andere Märkte, eine Bücherei sowie Schulen und Kinderbetreuung. Die meisten Einrichtungen liegen talnah; Zauchensee ist vor allem durch Bergbahnen und Wintersport bekannt.
Arbeit zwischen Werkhalle und Gästebett
Die Arbeitsstättenzählung 2024 weist für Altenmarkt 670 Arbeitsstätten und 3.338 Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort aus; 82,1 Prozent der Arbeitsstätten gehören zum Dienstleistungssektor, doch 39,2 Prozent der Beschäftigten arbeiten im sekundären Sektor. Diese Verteilung passt zu einer Gemeinde, in der Tourismus und Produktion nebeneinanderstehen. Im Altenmarkter Werk von Amer Sports entstehen Alpin- und Langlaufski verschiedener Marken. Die Gemeinde zählt 263 Beherbergungsbetriebe mit 5.611 Gästebetten; Bergbahnen erschließen gemeinsam in Altenmarkt und Zauchensee 99 Pistenkilometer. Auch Wärme wird vor Ort erzeugt: Das kommunale Biomasseheizwerk versorgt rund 300 Tarifkunden und beliefert unter anderem Atomic und die Erlebnis-Therme Amadé.
Ein Ortsname aus dem Handel
Altenmarkt wurde 1074 erstmals urkundlich genannt. Der Name verweist auf die frühere Marktbeziehung zu Radstadt: Als Radstadt im späten 13. Jahrhundert befestigt wurde, blieb der ältere Markt als „alter Markt“ in Erinnerung. Im früheren Bruderhaus, das 1408 erstmals erwähnt wird und lange als Unterkunft für alte und kranke Menschen diente, lässt sich eine andere Seite der Ortsgeschichte nachvollziehen: Alltag und Versorgung gehörten ebenso zum Leben wie Handel und Verkehr. Heute beherbergt das Haus das Hoamathaus.
Zwei Museumsorte, zwei Blickwinkel
Das Hoamathaus widmet sich besonders der Lebens- und Arbeitsgeschichte von Frauen bis in die 1960er Jahre. Seine Sammlung umfasst unter anderem die Grundnerkrippe mit 120 Figuren, von denen 80 beweglich sind. In der Dechanthoftenne steht hingegen bäuerliche und handwerkliche Arbeit im Vordergrund: Dort sind ältere Geräte, ein funktionsfähiger Webstuhl und eine Mühle zu sehen. Beide Häuser gehören zu den Altenmarkter Heimatmuseen; die Gemeinde führt reguläre Öffnungszeiten und Sonderführungen nach Vereinbarung an. Wer beide Standorte besucht, sieht neben den Sammlungen auch das frühere Bruderhaus und die landwirtschaftlich genutzte Tenne.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Altenmarkt im Pongau – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Über die Gemeinde Altenmarkt
- Tourismus Angebot – Marktgemeinde Altenmarkt
- Altenmarkter Heimatmuseen – Marktgemeinde Altenmarkt
- Holzwärme Altenmarkt – Marktgemeinde Altenmarkt
- Arbeitsstättenzählung 2024: Gemeindeergebnisse
- Amer Sports: Skiherstellung in Altenmarkt
Stand der Angaben: 13.10.2026
