HITTISAU KENNENLERNEN
Hittisau: Wasser, Handwerk und Bregenzerwälder Kultur
Hittisau liegt im Vorderen Bregenzerwald, wo sich Seitentäler zur breiten Talung der Bolgenach öffnen. In der Gemeinde leben 2.092 Menschen (Stand 1. Jänner 2026); ihr Gebiet umfasst 46,68 Quadratkilometer. Weiler und Dorfkern gehören zusammen, doch Wald, Wiesen und Gewässer prägen große Teile des Gemeindegebiets.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Hittisau – Wikipedia, feste Artikelversion
Wasser formt Wege und Landschaft
Bolgenach, Subersach und kleinere Bäche gliedern die Landschaft und waren lange Arbeitsgrundlage: Mühlen und Sägen nutzten die Wasserkraft, Wege und Brücken verbanden die Höfe mit dem Ortskern. Heute lässt sich dieser Zusammenhang am Wasserwanderweg nachvollziehen. Er beginnt beim Dorfbrunnen und führt über die gedeckte Kommabrücke, entlang der Bolgenach und durch die Engenlochschlucht. Stationen erläutern Wasserfassung, Quellbereiche und die Nutzung der Gewässer. Südlich und westlich steigen die Hänge zu den Höhen des Bregenzerwaldes an; der Hittisberg bildet einen gut sichtbaren Bezugspunkt über dem Tal. Weiler wie Bolgenach, Reute und Ließenbach liegen in dieser offenen Kulturlandschaft verstreut.
Quellen: Hittisau – Wikipedia, feste Artikelversion · Wasserwanderweg Hittisau
Arbeit zwischen Landwirtschaft und Handwerk
Die Arbeitsstättenzählung 2024 weist für Hittisau 255 Arbeitsstätten und 934 Beschäftigte in Arbeitsstätten aus; 60,6 Prozent der Erwerbstätigen am Wohnort pendelten aus. Landwirtschaft und Verarbeitung sind dennoch im Ort eng verbunden: Nach Angaben der Gemeinde liefern 48 Hittisauer Bauern Milch an die Sennereigenossenschaft. Diese verarbeitet sie zu Käse, der auch im örtlichen Geschäft angeboten wird. Daneben verzeichnet das kommunale Branchenverzeichnis Metallbau und die Holzschuherzeugung von Devich am Standort Hittisau. Die Tätigkeiten reichen damit vom Rohstoff aus den umliegenden Höfen über handwerkliche Fertigung bis zum Verkauf im Dorf.
Quellen: Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindeergebnisse · Betriebe Hittisau · Landwirtschaft Hittisau
Kultur im Dorfkern
Das Frauenmuseum Hittisau ist ein überregionaler Kulturort im Dorfkern. Es widmet sich Frauengeschichte und Frauenkultur und verbindet Ausstellungen mit Gesprächen, Führungen, Konzerten und Bildungsangeboten. Seine Themen reichen vom Alltag und der Arbeit bis zu gesellschaftlichen Rollen; das Programm wechselt, die Auseinandersetzung mit Lebensgeschichten bleibt ein Schwerpunkt. Auch die Architektur erzählt vom Selbstverständnis des Ortes: Das Gemeindehaus wurde als gemeinschaftlicher Mittelpunkt errichtet und prägt mit seiner Holzbauweise den Ortskern. In der Umgebung liegen Pfarrkirche, Gasthäuser und öffentliche Einrichtungen nahe beieinander. Das Zentrum bleibt alltäglicher Treffpunkt und zugleich Ausgangspunkt für Kulturangebote und Wege in die Landschaft.
Quellen: Hittisau – Wikipedia, feste Artikelversion · Frauenmuseum Hittisau
Bregenzerwälder Bau- und Lebensweise
Holz prägt in Hittisau nicht nur die Höfe, sondern auch öffentliche Bauten. Im Feuerwehr- und Kulturhaus ist das Frauenmuseum untergebracht; damit ist zeitgenössische Holzarchitektur Teil des kulturellen Alltags. Anders als im kompakten Dorfzentrum liegen viele landwirtschaftliche Anwesen in Weilern und Parzellen. Dort verbinden Wohn- und Wirtschaftsgebäude die Arbeit auf Wiesen und Hängen mit dem Leben der Familien. Zwischen den Ortsteilen sind Wege und Brücken deshalb mehr als eine landschaftliche Kulisse. Im Zentrum stehen dagegen Gemeindeeinrichtungen, Geschäfte und Gasthäuser nahe beieinander. Diese räumliche Aufteilung macht verständlich, warum Hittisau zugleich ein Ort der kurzen Begegnungen und ein weitläufiges Arbeitsgebiet ist. Nach Gemeindeangaben werden außerdem rund 69 Alpen in klassischer Form bewirtschaftet.
Quellen: Hittisau – Wikipedia, feste Artikelversion · Frauenmuseum Hittisau · Landwirtschaft Hittisau
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 15.10.2026
