BIZAU KENNENLERNEN
Bizau: Dorfleben zwischen Bach und Moor
Der Bizauer Bach führt vom Ortskern hinaus in Wiesen und das Feuchtgebiet des Bizauer Mooses. Dieses Nebeneinander von Dorf und Moor gibt der Bregenzerwälder Gemeinde ein unverwechselbares Profil. Bizau liegt auf 681 Metern Seehöhe; zum Jahresbeginn 2026 lebten 1.110 Menschen auf 21,08 Quadratkilometern. Wege führen vom Kirchdorf in offene Talflächen, zu Moorbiotopen und hinauf zu den umliegenden Hängen.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Bizauer Moos · Geschichte & Kultur – Bizau
Ein offenes Tal am Bizauer Bach
Bizau liegt in einem breiten Tal des Bregenzerwaldes. Wiesen und Weiden öffnen den Blick zu den umliegenden Bergen; der Bizauer Bach begleitet Wege zwischen Ortsmitte, Oberdorf und Moos. Das Gemeindegebiet umfasst neben dem Dorfkern ausgedehnte Talflächen und Hänge. Die Siedlung zieht sich entlang des Talbodens und der Hänge, während die Pfarrkirche den Ortsmittelpunkt markiert. Wer sich zu Fuß bewegt, erlebt den Übergang von bebauten Bereichen zu Feuchtwiesen und Moorflächen auf kurzer Distanz. In den Parzellen stehen Höfe neben neueren Wohnhäusern; örtliches Handwerk wie die Holzschindelerzeugung knüpft an die Holzbauweise des Bregenzerwaldes an.
Quellen: Geschichte & Kultur: Land und Leute · Bizauer Moos
Handwerk, Versorgung und Pendelwege
In Bizau zählte die Arbeitsstättenzählung 2024 insgesamt 107 Arbeitsstätten mit 392 Beschäftigungsverhältnissen am Arbeitsort. 67,3 Prozent der aktiv Erwerbstätigen am Wohnort pendelten aus. Das Handwerk reicht von Erdarbeiten bis zur Holzschindelerzeugung. Greußing produziert Holzschindeln für die regionale Baukultur; Broger verarbeitet Bregenzerwälder Fleischwaren. Die Bäckerei Kleber und ein örtlicher Schafmilchbetrieb ergänzen das Lebensmittelhandwerk und die Versorgung im Dorf. Holzschindeln dienen als Dach- und Fassadenmaterial; Fleischwaren und Schafmilch gehen als verarbeitete Lebensmittel aus dem Ort hervor. Wiesen und Weiden bleiben Teil dieses wirtschaftlich genutzten Talraums.
Quellen: Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindeergebnisse · Betriebe in Bizau · Geschichte & Kultur: Land und Leute
Das Bizauer Moos als Naturraum
Das Bizauer Moos ist ein Feuchtbiotop mit artenreichen Feuchtwiesen, nassen Niedermoorbereichen und offenen Moorflächen. Der Bach Ulve durchquert das Gebiet in einem frei pendelnden Lauf. Ein kurzer Barfußweg führt vom Ortszentrum in das Moos; Ruhebänke auf kleinen Halbinseln machen den Bachlauf und die Pflanzenwelt entlang des Weges erfahrbar. Am Rand des Mooses liegt die Wetzsteinhöhle, ein von Menschen geschaffener Abbauort. Zwischen 1910 und 1943 wurden dort Wetzsteine gewonnen und über die Region hinaus verkauft. Diese frühere Produktion ergänzt das Bild eines Tals, dessen Naturflächen immer auch genutzt wurden.
Quellen: Barfußweg im Bizauer Moos · Bizauer Moos · Wetzsteinhöhle und ehemalige Schleifsteinproduktion · Wanderungen Bizau 2023 – Wetzsteinhöhle
Eine späte eigene Pfarre
Die Geschichte der Pfarrkirche erzählt auch von Bizaus Wunsch nach mehr Eigenständigkeit. Die Siedler errichteten 1472 eine Kapelle, blieben kirchlich aber zunächst der Mutterpfarre Reuthe zugeordnet. Erst 1684 wurde Bizau eine eigene Pfarrei; offene Fragen zwischen den Gemeinden wirkten noch lange nach und wurden 1928 beigelegt. Die Kirche ist dem heiligen Valentin geweiht und bildet bis heute einen Bezugspunkt im Dorfzentrum. Von hier beginnen Wege in Richtung Moos und Oberdorf. Zusammen mit den kleinen Kapellen und der regionalen Baukultur macht sie die Entwicklung einer Talsiedlung sichtbar, die ihre Einrichtungen schrittweise selbst organisierte.
Quellen: Pfarrkirche Bizau · Geschichte & Kultur – Bizau
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Bizau – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindeergebnisse
- Geschichte & Kultur: Land und Leute
- Geschichte & Kultur – Bizau
- Pfarrkirche Bizau
- Barfußweg im Bizauer Moos
- Bizauer Moos
- Betriebe in Bizau
- Wetzsteinhöhle und ehemalige Schleifsteinproduktion
- Wanderungen Bizau 2023 – Wetzsteinhöhle
Stand der Angaben: 15.10.2026
