MAYRHOFEN KENNENLERNEN
Mayrhofen: Wo vier Seitentäler zusammenfinden
Mayrhofen liegt auf 633 Metern dort, wo sich Zillergrund, Stilluptal, Zemmtal und Tuxertal zum hinteren Zillertal öffnen. Die Marktgemeinde im Bezirk Schwaz zählt 3.961 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 178,79 Quadratkilometer. Zu ihrem Gebiet gehören neben dem Talboden auch weit auseinanderliegende Bergsiedlungen und der Ortsteil Ginzling.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Kurzbeschreibung – Marktgemeinde Mayrhofen
Vier Gründe und ein weitläufiges Gemeindegebiet
Der Talboden bildet den bewohnten Kern einer Gemeinde, deren Grenzen bis ins Hochgebirge reichen. Aus dem Ortszentrum führen Wege in Zillergrund, Zemmgrund, Stilluptal und Tuxertal; die drei erstgenannten Täler sind auch durch Speicherbecken der Wasserkraft geprägt. Die Schutzgebiete reichen weit über die erschlossenen Talwege hinaus. Ginzling im Zemmgrund ist Ausgangspunkt für Touren in den Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen. So liegen zwischen Bahnhof, Bergbahnstationen und den abgelegenen Almen sehr unterschiedliche Landschafts- und Nutzungsräume innerhalb derselben Gemeinde.
Quellen: Kurzbeschreibung – Marktgemeinde Mayrhofen · Naturparkhaus Ginzling und Ausstellung „Verborgene Schätze“
Tourismus prägt Arbeit und Infrastruktur
Die örtliche Wirtschaft ist stark auf Gäste ausgerichtet: Rund 2,1 Millionen Nächtigungen pro Jahr machen den Tourismus zum wichtigsten Erwerbszweig. Die Arbeitsstättenzählung 2024 weist 626 Arbeitsstätten aus; 87,7 Prozent davon liegen im Dienstleistungssektor. 2.993 Beschäftigungsverhältnisse wurden in Arbeitsstätten am Ort erfasst, 79,5 Prozent davon im Dienstleistungsbereich. Dahinter stehen konkrete Aufgaben: Hotels und Gastronomie beherbergen Gäste, während Bergbahnen Wander- und Skigebiete erschließen. Die Penkenbahn bringt Fahrgäste aus dem Ortszentrum auf den Berg; das Europahaus ergänzt den Ferienbetrieb um Kongresse und Veranstaltungen. Damit entstehen Arbeitsplätze in Beherbergung, Verkehr, Handel und Veranstaltungsorganisation.
Quellen: Kurzbeschreibung – Marktgemeinde Mayrhofen · Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindetabelle
Bergsteigen und Bahnverkehr veränderten den Ort
Der Name Mayrhofen erinnert an einen Meierhof des Erzstifts Salzburg; schriftlich erscheint der Ort um 1200. Lange blieb das Tal landwirtschaftlich geprägt und schwer erreichbar. Mit der Eröffnung der Berliner Hütte 1879 erhielt der Alpinismus einen frühen Stützpunkt im hinteren Zillertal. Die Zillertalbahn, die 1902 Mayrhofen erreichte, verband den Ort mit dem Inntal und erleichterte den Besuch der Berge. Später sorgten Seilbahnen für einen weiteren Wandel: Die Penkenbahn nahm 1954 den Betrieb auf, die Ahornbahn 1969. Seit 1969 trägt Mayrhofen das Marktgemeinderecht. Der Wandel zur Urlaubsgemeinde brachte saisonale Arbeit und neue Angebote; zugleich bleiben abgelegene Ortsteile wie Ginzling räumlich eigenständig.
Quellen: Mayrhofen – Wikipedia, feste Artikelversion · Kurzbeschreibung – Marktgemeinde Mayrhofen
Ginzling verbindet Dorfleben und Naturpark
Ginzling liegt im Zemmgrund und hat eine ungewöhnliche Gemeindegrenze: Der Ortsteil rechts des Zemmbachs gehört zu Mayrhofen, Dornauberg am gegenüberliegenden Ufer zu Finkenberg. Im Naturparkhaus befinden sich die Naturparkverwaltung und die Ausstellung „Verborgene Schätze“. Sie zeigt Mineralien und erklärt, wie Menschen im Gebirge nach ihnen suchten und mit ihnen handelten. Das Haus ist damit ein öffentlich zugänglicher Ort für die Natur- und Kulturgeschichte des Schutzgebiets; seine mehr als 500 Quadratmeter große Ausstellung verteilt sich über zwei Etagen. Im Hauptort bietet der Sport- und Freizeitpark Platz für Ballspiele und Skaten, während das Hallen- und Freibad auch jenseits der Wintersaison genutzt werden kann. Der Bahnhof der Zillertalbahn verbindet das Ortszentrum mit dem übrigen Tal.
Quellen: Naturparkhaus Ginzling und Ausstellung „Verborgene Schätze“ · Kurzbeschreibung – Marktgemeinde Mayrhofen
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 15.10.2026
