GEMEINDE · TIROL

Aschau im Zillertal

Zwei Ufer, mehrere Weiler und ein gemeinsamer Ortskern

GEMEINDEKENNZIFFER70902
Pfarrkirche Maria zum Siege in Aschau im Zillertal
Pfarrkirche Maria zum Siege in Aschau im Zillertal · Foto: Ladysusan292 · „Pfarrkirche und Widum in Aschau i. Z.“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 at · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
1 893
01.01.2026
Fläche
20,27 km²
Bevölkerungsdichte
93,4
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
6274
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

ASCHAU IM ZILLERTAL KENNENLERNEN

Aschau im Zillertal an der Engstelle des Tals

Aschau im Zillertal liegt an einer Engstelle zwischen vorderem und hinterem Zillertal. Der Ziller teilt das Gemeindegebiet; Aschau gehört damit zu den wenigen Gemeinden, die beide Talseiten umfassen. Am 1. Jänner 2026 zählte der Ort 1.893 Einwohnerinnen und Einwohner auf 20,27 Quadratkilometern.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Aschau im Zillertal – Wikipedia, feste Artikelversion

Der Ziller als Mitte und Grenze

Der Hauptort liegt am Talboden, verstreute Weiler und Distelberg reichen an die Hänge. Der Ziller trennt hier nicht nur Ufer, sondern auch historische kirchliche Zuständigkeiten. Vom Fluss auf rund 550 Metern steigen die Höhen bis über 2.000 Meter an den Randgebirgen. Wald, Höfe und Almen bestimmen die Hanglagen, während sich Wohnen und Verkehr in der Talenge konzentrieren. Die Landesstatistik beziffert den Dauersiedlungsraum 2025 auf 7,5 Quadratkilometer oder 37,1 Prozent der Gemeindefläche. Wer vom Talboden zu den Weilern hinaufgeht, sieht daher rasch, wie eng Siedlungsflächen und bewirtschaftete Hänge ineinandergreifen. Wege über den Ziller verbinden beide Seiten im alltäglichen Verkehr.

Quellen: Aschau im Zillertal – Wikipedia, feste Artikelversion · Land Tirol – Regionsprofil Statistik 2025 Aschau im Zillertal

Aschau und Distelberg

Aschau und Distelberg sind die zwei Ortschaften der Gemeinde. Der Name Aschau erinnert an die frühere Auenlandschaft am Ziller; Distelberg erscheint bereits im 12. Jahrhundert in Urkunden. Im Hauptort steht die Pfarrkirche „Zu unserer Lieben Frau vom Siege“, in Distelberg die Filialkirche St. Leonhard. Die Bundesdenkmalliste verzeichnet beide Bauten im Gemeindegebiet. Die Kirchen liegen auf verschiedenen Seiten des Flusses und veranschaulichen, warum ältere kirchliche Zuständigkeiten nicht einfach einer einzigen Dorfmitte folgen. Der Weg zwischen beiden Orten führt zugleich vom dicht genutzten Talboden in den Hangbereich. So wird die zweite Ortschaft auch abseits des Hauptortes sichtbar und erreichbar.

Quellen: Aschau im Zillertal – Wikipedia, feste Artikelversion · Bundesdenkmalamt – Tirol Denkmalliste 2025

Landwirtschaft und Gästebetriebe

Für 2024 zählt die Arbeitsstättenzählung in Aschau 155 Arbeitsstätten; 70,9 Prozent der Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort liegen im Dienstleistungssektor. Ein anschaulicher Betrieb ist das Ferienresort Aufenfeld in Aschau. Campinggäste finden dort einen Badesee und ein Hallenbad; das Kraftreich bietet zusätzlich Klettern, Yoga und Fitness. Für den Freizeitpark nennt der Betreiber auch einen Eintritt für externe Gäste. Unterkunft, Badebetrieb und Sport schaffen damit verschiedene Aufgaben am selben Standort. Daneben gehören landwirtschaftliche Höfe zum Wirtschaftsbild der Hänge. Zugleich pendeln 77,8 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnort Aschau aus. Die Zahlen zeigen, dass örtliche Gästebetriebe und tägliche Arbeitswege aus der Gemeinde nebeneinander bestehen.

Quellen: Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindetabelle · Zillertal Tourismus – Erlebnisanlage Aufenfeld · Aschau im Zillertal – Wikipedia, feste Artikelversion · Ferienresort Aufenfeld – Erlebnispark und Camping

Von Aschowe zur Gemeinde am Fluss

Distelberg ist um 1180 und Aschau 1309 als „Aschowe“ urkundlich belegt. Der Name Aschau verweist auf Eschen und die Auwälder des früheren Talbodens. Erst 1973 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Distelberg mit Aschau vereinigt. Die Filialkirche St. Leonhard erinnert an die ältere Eigenständigkeit Distelbergs, während die Pfarrkirche im Hauptort Mitte des 19. Jahrhunderts entstand. Damit lassen sich beide Siedlungsgeschichten noch an den Kirchen ablesen. Heute bildet der Ziller eine räumliche Zäsur, doch beide Seiten gehören zur selben Gemeinde. Die bewaldeten und landwirtschaftlich genutzten Hänge reichen dabei auf beiden Ufern über den Talboden hinaus.

Quellen: Aschau im Zillertal – Wikipedia, feste Artikelversion · Bundesdenkmalamt – Tirol Denkmalliste 2025

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 15.10.2026

GEOGRAFIE

Aschau im Zillertal auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung1 717
31.10.2021 · Registerzählung1 871
01.01.2026 · Bevölkerungsstand1 893

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
672
NUTS-3-Region
Tiroler Unterland (AT335)

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Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Aschau im Zillertal

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.