RETTENSCHÖSS KENNENLERNEN
Rettenschöss zwischen Einzelhöfen und Almwegen
Zwischen Zahmem Kaiser und den Almen nördlich des Dorfes liegen in Rettenschöss mehrere Weiler und verstreute Höfe. Die Tiroler Gemeinde im Bezirk Kufstein zählt laut Statistik Austria 562 Einwohnerinnen und Einwohner (1. Jänner 2026) und umfasst 16,27 km².
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
Leben in mehreren Weilern
Rettenschöss ist kein geschlossenes Straßendorf. Neben dem namensgebenden Ortskern gehören Feistenau, Leitacker, Miesberg, Pötting und Ritzgraben zum Gemeindegebiet. Die Höfe und kleinen Siedlungen verteilen sich über die Untere Schranne; der Zahme Kaiser prägt den Blick nach Süden, während sich im Norden Almflächen ausbreiten. Zwischen den Ortsteilen liegen Wiesen und einzelne Hofgruppen; die Wege führen nicht nur zu Häusern, sondern auch auf die Almen. Eine Volksschule, Kindergarten und Kinderkrippe sind im Gebäude beim Gemeindeamt untergebracht. Die Gemeinde gehört zur Ferienregion Kaiserwinkl, doch die Landschaft besteht ebenso aus bewirtschafteten Flächen und dauerhaft bewohnten Weilern wie aus Ausflugszielen.
Quellen: Dorfrunde Rettenschöss – Kaiserwinkl · Rettenschöss – Wikipedia, feste Artikelversion
Höfe, Gewerbe und Arbeit
2024 wurden in Rettenschöss 61 Arbeitsstätten und 133 Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort gezählt; 74,3 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnsitz in der Gemeinde pendelten aus. Ein anschauliches Beispiel örtlicher Arbeit ist der Burgerhof: Dort wird Heumilch erzeugt, während auf der Burgeralm aus der Milch Käse und Butter entstehen. Die Alm bietet Wandernden eine Einkehr, der Hofladen verkauft Produkte direkt. So reicht diese landwirtschaftliche Tätigkeit vom Mähen der Wiesen über die sommerliche Viehhaltung bis zur Verarbeitung und zum Verkauf. Neben der Arbeit auf den Höfen gehören auch Gewerbe und Dienstleistungen zum kleinen Arbeitsort Rettenschöss.
Quellen: Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024 · Burgeralm – Almwirtschaft und Almweg
Kapelle und lange Ortsgeschichte
Die Antoniuskapelle auf dem Kreuzbichl geht auf das späte 17. Jahrhundert zurück. Neben ihr entstand 1744 eine Klause, in der ein Einsiedler auch Unterricht erteilte; das Gebäude diente bis 1931 als Schule. An diesem Platz wird sichtbar, wie eng religiöse Versorgung und Bildung in der verstreuten Gemeinde einst verbunden waren. Die Gemeindechronik nennt für das ältere Gewerbeleben Schmiede, Müller, Schuster, Weber und Schneider. Die erste schriftliche Nennung des Ortsnamens stammt aus dem Jahr 1231; ein Hof im heutigen Gemeindegebiet erscheint schon 1166 in einer Urkunde. Solche Belege zeigen keine lückenlose Dorfgeschichte, aber eine lange Besiedlungs- und Nutzungsgeschichte der Höfe. Seit 1863 besteht Rettenschöss wieder als selbständige Gemeinde.
Quellen: Gemeindechronik Rettenschöss
Draußen unterwegs
Der Wandberg bietet einen Zugang zur offenen Alm- und Berglandschaft. Von Feistenau führt ein ausgeschilderter Wirtschaftsweg zur Burgeralm; dort können Wandernde einkehren und Produkte aus der eigenen Milchverarbeitung probieren. Die Alm liegt am Wandberg im Gemeindegebiet. Ein zweites Ziel ist die Wandberghütte, eine Einkehrmöglichkeit am Wandberg. Die ausgeschilderte Wanderroute führt von Feistenau über den Berg zur Hütte. Beide Hütten sind saisonal bewirtschaftet; ihre aktuellen Öffnungszeiten stehen bei den Betreibern und beim Tourismusverband. Ab Feistenau ist der Anstieg zur Burgeralm als leichte Familienwanderung beschrieben; zur Wandberghütte setzt sich die Bergroute fort.
Quellen: Burgeralm – Almwirtschaft und Almweg · Wandberghütte – Kaiserwinkl · Dorfrunde Rettenschöss – Kaiserwinkl
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Rettenschöss – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Gemeindechronik Rettenschöss
- Burgeralm – Almwirtschaft und Almweg
- Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024
- Dorfrunde Rettenschöss – Kaiserwinkl
- Wandberghütte – Kaiserwinkl
Stand der Angaben: 15.10.2026
