LANGENWANG KENNENLERNEN
Langenwang am Fuß der Pretul
Langenwang liegt im oberen Mürztal zwischen Mürzzuschlag und Krieglach; das Ortszentrum befindet sich auf etwa 637 Metern Seehöhe. Die Marktgemeinde im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag zählt 3.878 Einwohner (1. Jänner 2026) und umfasst 76,06 km².
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Langenwang – Wikipedia, feste Artikelversion
Acht Ortschaften im oberen Mürztal
Die Gemeinde besteht aus acht Ortschaften und gleichnamigen Katastralgemeinden, darunter Feistritzberg, Hönigsberg, Pretul und Traibach. Der Talboden bündelt den Hauptort und die Südbahn; an den Hängen liegen kleinere Siedlungen und Wege in die Berge. Im Südosten markiert die Amundsenhöhe den höchsten Punkt des Gemeindegebiets. Die Bahnstation Langenwang verbindet den Ort mit Mürzzuschlag und Bruck an der Mur. Auf der Straße verläuft die S 6 durch das Mürztal. Von der Talachse führen Wege zu den Höhen der Pretul; Lechen und Mitterberg liegen ebenfalls im Gemeindegebiet.
Gewerbe am Ort und Pendeln im Tal
Die Arbeitsstättenzählung 2024 erfasste in Langenwang 1.145 Beschäftigte am Arbeitsort; 75,4 Prozent der erwerbstätigen Bewohner pendelten aus. Der sekundäre Sektor stellte 37,2 Prozent der Beschäftigten vor Ort. Zur örtlichen Produktion zählen Metalltechnik und der Steinbruch Langenwang, der Gesteinsmaterial gewinnt und liefert. Werkstätten und Autohäuser übernehmen Reparatur und Verkauf, während Geschäfte, Apotheke und Gastbetriebe den täglichen Bedarf decken. Damit hat Langenwang eigene industrielle und handwerkliche Arbeitsplätze, bleibt aber über Bahnhof und S 6 eng mit den größeren Arbeitsmärkten des Mürztals verbunden. Auch die höher gelegenen Ortsteile sind auf diese Verbindungen angewiesen.
Quellen: Arbeitsstättenzählung 2024 – Gemeindeergebnisse · Gewerbebetriebe A-Z
Von Hohenwang zum Markt
Die Burg Hohenwang bestand nachweislich bereits im 12. Jahrhundert und war ein Verwaltungsmittelpunkt des Gebiets. Der Ort Langenwang wurde 1232 erstmals urkundlich genannt; die Pfarrkirche St. Andreas hat ihren Ursprung ebenfalls im Mittelalter. Im Tal kam später Schloss Neu-Hohenwang hinzu. Die Gemeinde wurde 1850 als eigenständige Körperschaft eingerichtet und erhielt 1972 das Marktrecht. Ein Einschnitt war 1940 die Abtrennung Hönigsbergs, wo sich stahlverarbeitende Industrie entwickelt hatte, zur Stadt Mürzzuschlag. Die Ruine Hohenwang bleibt über dem Tal sichtbar; Schloss Feistritz ergänzt die historischen Orte im Gemeindegebiet. Das Nebeneinander von Burg und späterem Talort ist entlang der Wege vom Ortszentrum zur Ruine noch nachvollziehbar.
Alltag zwischen Bahn und Höhenwegen
Langenwangs Zentrum bündelt Nahversorgung, Gesundheitsangebote und Gewerbe entlang der Hauptstraßen. Die Gemeinde liegt in der Tourismusregion Waldheimat-Steirischer Semmering und beschreibt Spazier- und Wanderwege im Augebiet sowie rund um den Ort. Vom Tal führen Wege in die bewaldeten Hänge; die Bahn verbindet den Ort mit größeren Gemeinden. In der Langenwanger Au führen bequeme Lehrpfade zu einem Bienenlehrpfad, einem Fischaufstiegsgerinne und einer begehbaren Sonnenuhr. Ein Freiluftklassenzimmer macht das Gebiet auch für Schulen nutzbar. Wer länger unterwegs sein will, steigt von den Talwegen zu den bewaldeten Höhen der Pretul auf; die beiden Landschaftsräume bieten unterschiedliche Ausflüge innerhalb der Gemeinde. Ein Weg durch die Au ist auch zum Radfahren geeignet. Das Fischaufstiegsgerinne zeigt, wie der Fluss für Fische durchgängiger wird.
Quellen: Langenwang – Wikipedia, feste Artikelversion · Langenwanger Au und Burgruine Hohenwang
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 14.10.2026
