KÖSTENDORF KENNENLERNEN
Köstendorf: Moorlandschaft und Dorfleben am Tannberg
Köstendorf liegt nordöstlich von Salzburg am Rand des Salzburger Seenlands. Das Wenger Moor, der Tannberg und der Dorfplatz geben dem Ort ein klar erkennbares Profil. Die Gemeinde zählt 2.752 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) auf 23,10 Quadratkilometern.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Köstendorf – Wikipedia, feste Artikelversion
Zwischen Moor und Höhenrücken
Im Süden fließt die Landschaft zum Wallersee ab; im Norden steigt das Gelände zum Tannberg und zu den Höhen über 700 Meter. Eisbach und Wallerbach gehören zu den markanten Gewässern. An der Mündung des Wallerbachs in den See liegt das Wenger Moor, ein Natur- und Europaschutzgebiet mit seltenen Lebensräumen. Die Gemeinde ist landwirtschaftlich geprägt: Rund zwei Drittel der Fläche entfallen laut älterer Gebietsbeschreibung auf Nutzflächen, während Wald und See kleinere Anteile bilden. Diese offene Kulturlandschaft und das Moor liegen nahe beieinander.
Quellen: Köstendorf – Wikipedia, feste Artikelversion · Gemeinde Köstendorf: Tourismus und Freizeit
Kirche, Dorfplatz und regionale Angebote
Der Ortskern gruppiert sich um die Pfarrkirche und den Dorfplatz. Gemeindeinformationen nennen Bäckerei, Metzgerei, Gemüsegeschäft und Gasthaus als Angebote im Ort. Die Gemeinde umfasst verstreute Weiler und Bauernhöfe; einzelne Siedlungen liegen näher am Moor oder an den Bahnverbindungen als am Hauptort. Schule, Kindergarten und Vereine ergänzen die lokalen Treffpunkte. Zugleich bieten die Wege im Seenland überörtliche Verbindungen für Rad- und Wanderausflüge.
Gewerbe, Produktion und Pendeln
Die Arbeitsstättenzählung 2024 verzeichnet 259 Arbeitsstätten und 1.406 Beschäftigte am Arbeitsort. 52,8 Prozent der Beschäftigten entfielen auf den sekundären Sektor; zugleich lagen 57,5 Prozent der Arbeitsstätten im tertiären Sektor. 76,7 Prozent der aktiv Erwerbstätigen am Wohnort pendelten aus. Das Bild ist daher zweigeteilt: Viele Standorte bieten Dienstleistungen, während ein großer Teil der örtlichen Beschäftigung in Produktion und Gewerbe liegt. Im Ortszentrum nennt die Gemeinde Bäckerei, Metzgerei und Gemüsegeschäft: Sie versorgen den Ort mit Lebensmitteln, während die hohe Beschäftigtenzahl im sekundären Sektor auf größere Produktions- und Gewerbestandorte hinweist. Die Statistik beschreibt Arbeitsorte; aus ihr lässt sich weder die Zahl der Unternehmen noch der Beruf der Einwohner ablesen.
Quellen: Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindetab_(Gebietsstand_2024) · Gemeinde Köstendorf: Tourismus und Freizeit
Ein Ort mit langer Besiedlung
Köstendorf wird im Jahr 784 urkundlich erwähnt. Funde am Wallersee und am Tannberg weisen auf eine deutlich ältere Besiedlung hin; am Tannberg wurden Spuren aus der Jungsteinzeit untersucht. Auch Hügelgräber und Funde entlang einer ehemaligen Römerstraße belegen die lange Nutzung des Raums. Die Kirchen im Gemeindegebiet spiegeln unterschiedliche Siedlungskerne: St. Johann am Berg wurde bereits im 15. Jahrhundert erwähnt und später barockisiert. In der Gegenwart hält das Heimatmuseum lokale Alltags- und Kulturgeschichte fest.
Moorwege und Tannberg
Das Wenger Moor lässt sich auf ausgewiesenen Spazier- und Wanderwegen erleben. Eine Aussichtsplattform ermöglicht den Blick in die Moorlandschaft, ohne die empfindlichen Flächen betreten zu müssen. Am Tannberg führen Wanderwege zu einem weiten Ausblick über das Salzburger Seenland und bis zu den Alpen. Beide Ziele unterscheiden sich im Charakter: Das Moor ist ein geschützter Lebensraum in niedriger Lage, der Tannberg ein bewaldeter Höhenrücken. Im Zentrum lässt sich der Besuch mit Pfarrkirche und Dorfplatz verbinden. Der Franz-Braumann-Literaturweg greift zudem das Werk des in der Region verwurzelten Schriftstellers auf.
Quellen: Gemeinde Köstendorf: Tourismus und Freizeit · Ortsplan Köstendorf 2026
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 13.10.2026
