RUSSBACH AM PASS GSCHÜTT KENNENLERNEN
Am Pass zwischen Tennengebirge und Dachstein
Der Pass ist hier keine ferne Linie auf der Karte: Die B 166 führt durch Rußbach am Paß Gschütt hinüber nach Gosau und prägt Alltag und Gästeverkehr gleichermaßen. Die Gemeinde im Bezirk Hallein zählt 784 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 34,02 Quadratkilometer.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Rußbach am Paß Gschütt – Wikipedia, feste Artikelversion
Ein Tal, das zum Pass hinaufzieht
Rußbach liegt im oberen Rußbachtal, einem Seitental des Lammertals. Vom Bachlauf steigt das Gemeindegebiet zu den bewaldeten Hängen und offenen Almen des Gamsfeldstocks und zum Hornspitz an. Im Norden rahmen Gipfel wie das Gamsfeld die Siedlung; nach Osten öffnet sich über den Pass Gschütt die Verbindung ins Salzkammergut. Das erklärt, warum die Gemeinde trotz ihrer kleinen Einwohnerzahl nicht abgeschieden wirkt: Die Passstraße bündelt Durchreise, örtliche Versorgung und Ausflugsverkehr. Die Ortschaften Gseng, Rußbachsaag und Schattau liegen verstreut im Talraum. Der Ortsname bezeichnet die Gemeinde, nicht einen einzelnen gleichnamigen Dorfkern.
Quellen: Rußbach am Paß Gschütt – Wikipedia, feste Artikelversion
Arbeit zwischen Bergbahn und Talbetrieb
Die Arbeitsstättenzählung 2024 weist für Rußbach 71 Arbeitsstätten mit 228 Beschäftigten am Arbeitsort aus; das sind Beschäftigungsverhältnisse, nicht zwingend ebenso viele verschiedene Personen. 32,4 Prozent der Arbeitsstätten gehören zum primären Sektor, 50,7 Prozent zum Dienstleistungsbereich. Die Gemeinde nennt den Wintersport mit Skiliften, Verleih, Skischule und Hotellerie als zusammenhängende lokale Tätigkeit: Bergbahnen, Beherbergung und Gastronomie bedienen Gäste, die im Winter auf die Pisten und im Sommer in die Berge kommen. Der Bürgermeisterbericht zur Saison 2022/23 hält auch den Beitrag des Speicherteichs Franzl Alm für den Skibetrieb fest. Gleichzeitig pendeln viele Erwerbstätige aus: 71,4 Prozent der aktiv Erwerbstätigen am Wohnort waren laut Erhebung 2024 Auspendler.
Quellen: Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindetab (Gebietsstand 2024) · Gemeinderundschreiben Nr. 2/2023
Kirche und Dorfleben im Tal
Die katholische Pfarrkirche Heilig Kreuz macht den kompakten Siedlungskern sichtbar, während die Wegkapelle in Gseng an die Streulage erinnert. Eine eigene Kirche entstand im 19. Jahrhundert; 1903 wurde Rußbach zur Gemeinde und Pfarre erhoben. Ältere Lebensgrundlagen des Tals waren Viehzucht, Holz und der Handel über den Pass. Heute lassen sich solche Wegebeziehungen noch räumlich verstehen: Die Straße folgt dem Tal und setzt sich über die Passhöhe Richtung Gosau fort. Für den Alltag stehen Gemeindeeinrichtungen und die Volksschule in Rußbachsaag zur Verfügung; touristische Angebote konzentrieren sich rund um den Ort und die Bergbahnen.
Quellen: Rußbach am Paß Gschütt – Wikipedia, feste Artikelversion
Wasserzugang im Sommer
Der Wasserpark und das benachbarte Naturbad bieten ein zweites Gesicht des Orts. Im Wasserpark sind Spielbach, Kneippbecken und eine Kinder-Kanustrecke eingerichtet; die Gemeinde bezeichnet ihn als frei zugänglich und gibt die Saison mit Mai bis September an. Das Naturbad arbeitet laut Gemeindeseite biologisch mit Pflanzenfilterung statt Chlor und hat Wasserfall, Rutsche und Sprungmöglichkeiten. Es ist ein konkretes Freizeitangebot für Einheimische und Gäste, das nicht von einer Bergtour abhängt. In der Gradieranlage wird salzhaltige Luft versprüht. Zusammen mit den Wander- und Skimöglichkeiten entsteht ein Jahresrhythmus, in dem Sommerbad und Wintersport jeweils eigene Besuchsanlässe setzen.
Quellen: Wasserpark und Naturbad Rußbach
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Rußbach am Paß Gschütt – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Wasserpark und Naturbad Rußbach
- Öffnungszeiten Wasserpark und Naturbad
- Gemeinderundschreiben Nr. 2/2023
- Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindetab (Gebietsstand 2024)
Stand der Angaben: 13.10.2026
