AMPFLWANG IM HAUSRUCKWALD KENNENLERNEN
Ampflwang im Hausruckwald: Vom Kohleort zum Reiterdorf
Ampflwang liegt in einem bewaldeten Tal am Südhang des Hausruckwaldes. Die Marktgemeinde im Bezirk Vöcklabruck zählt 3.398 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 20,58 Quadratkilometer. Jahrzehntelang bestimmte Braunkohle den Ort. Heute verbinden Produktionsbetriebe, ein Eisenbahn- und Bergbaumuseum und Angebote rund um Pferde das industrielle Erbe mit einem veränderten Wirtschaftsleben.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Ampflwang im Hausruckwald, Oberoesterreich - Startseite
Ein Tal zwischen Wald und offener Flur
Das Gemeindegebiet zieht sich im Tal des Ampflwangbaches von Süden nach Norden. Hausruckhügel rahmen die Siedlungen; Wald bedeckt mehr als die Hälfte der Fläche, dazwischen liegen Wiesen und Äcker. Ampflwang umfasst 18 Ortschaften und liegt an der Hausruck Straße B 143 zwischen Vöcklabruck und Ried im Innkreis. Reit-, Wander- und Radwege erschließen das zusammenhängende Waldgebiet und verbinden es mit Höfen und Freizeitbetrieben. 28 Prozent der Gemeindefläche werden landwirtschaftlich genutzt, 58 Prozent sind bewaldet.
Quellen: Ampflwang im Hausruckwald – Wikipedia, feste Artikelversion · Ampflwang im Hausruckwald, Oberoesterreich - Startseite
Produktion, Bau und Freizeitangebote als Erwerbsfelder
Zum Stichtag 31. Oktober 2024 waren in Ampflwangs Arbeitsstätten 1.061 Beschäftigte registriert; 55,2 Prozent entfielen auf Dienstleistungen. Zwei örtliche Tätigkeiten machen das greifbar: Büromöbelproduktion bei fm Büromöbel Österreich und Reittourismus. Der Hausruckhof bietet Unterricht in zwei Reithallen, auf Ovalbahn und Sandplatz sowie Kurse bis zum Turniertraining, darunter Islandpferdereiten. Das Eisenbahn- und Bergbaumuseum nutzt die frühere Zentralsortierung und betreibt die Museumsbahn nach Timelkam. Der 21-ständige Ringlokschuppen zeigt Dampflokomotiven bis 3.000 PS. So verbinden sich Fertigung, Übernachtung, Gastronomie und Freizeitangebote mit einem technischen Erbe. Die Statistik beschreibt Arbeitsplätze am Ort, nicht die Erwerbsberufe der Wohnbevölkerung.
Quellen: Statistik Austria – Abgestimmte Erwerbsstatistik 2024, Gemeindeergebnisse · Marktgemeinde Ampflwang – Reitzentrum Hausruckhof · Marktgemeinde Ampflwang – Eisenbahn- und Bergbaumuseum · fm Büromöbel Österreich – Produktion
Kohle formte den Ort und seine Infrastruktur
Ampflwang wurde 1169 urkundlich erwähnt und war zunächst bäuerlich geprägt. Mit der Entdeckung der Braunkohle im 18. Jahrhundert wuchs der Bergbau zum wichtigen Arbeitgeber. Die Wolfsegg-Traunthaler Kohlenwerks AG förderte hier über Generationen; eine Bahnlinie transportierte die Kohle aus dem Hausruck. 1995 endete der Betrieb, nachdem die Lagerstätten weitgehend ausgebeutet und die Förderkosten nicht mehr konkurrenzfähig waren. Schon seit den 1960er Jahren baute die Gemeinde den Tourismus auf; später ergänzten Gewerbe- und Produktionsbetriebe die Wirtschaft. 1969 wurde Ampflwang wegen seiner wirtschaftlichen Bedeutung im Hausruckgebiet zum Markt erhoben.
Quellen: Marktgemeinde Ampflwang – Wirtschaft, allgemeine Information · Marktgemeinde Ampflwang – Geschichte · Ampflwang im Hausruckwald – Wikipedia, feste Artikelversion
Einrichtungen und Freizeit im Alltag
Schulen, Gemeindeverwaltung und Vereine bündeln den Alltag im Hauptort. Die drei Freiwilligen Feuerwehren in Ampflwang, Aigen und Schlagen decken das verstreute Gebiet ab. Volksschule, Mittelschule, Musikschulzweigstelle und Gemeinde- und Schulbücherei bieten Angebote für Familien und Lernende. Wege durch den Hausruck erschließen den Wald für Wandernde, Reitende und Radfahrende; der Hausruckpark ergänzt Offroad- und Bogensport. Busse verbinden den Ort werktags mit Vöcklabruck und Ried. Die Museumsbahn dient dem Ausflugsverkehr, nicht dem Nahverkehr.
Quellen: Ampflwang im Hausruckwald – Wikipedia, feste Artikelversion · Ampflwang im Hausruckwald, Oberoesterreich - Startseite · Marktgemeinde Ampflwang – Tourismusverband
Industriegebäude und Lokpark als Besuchsorte
Der Kohlebrecher Buchleiten stammt aus den 1920er Jahren und wurde für die Landesausstellung 2006 restauriert. Heute beherbergt er einen Veranstaltungsraum und ein Bergbauarchiv; eine Grünanlage umgibt den Komplex. Im Lokpark zeigt die Österreichische Gesellschaft für Eisenbahngeschichte historische Fahrzeuge und betreibt eine Museumsbahn nach Timelkam. Der saisonale Betrieb macht die frühere Kohlebahn als Besuchsangebot erlebbar. Der Hausruckhof steht für das heutige Profil: Reitunterricht und Kurse finden in Hallen und im Freien statt.
Quellen: Marktgemeinde Ampflwang – Kultur im Brecher · Marktgemeinde Ampflwang – Eisenbahn- und Bergbaumuseum · Marktgemeinde Ampflwang – Reitzentrum Hausruckhof
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Ampflwang im Hausruckwald – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Ampflwang im Hausruckwald, Oberoesterreich - Startseite
- Statistik Austria – Ein Blick auf die Gemeinde: Arbeitsstätten 2021
- Marktgemeinde Ampflwang – Geschichte
- Marktgemeinde Ampflwang – Reitzentrum Hausruckhof
- Marktgemeinde Ampflwang – Eisenbahn- und Bergbaumuseum
- Marktgemeinde Ampflwang – Kultur im Brecher
- Marktgemeinde Ampflwang – Tourismusverband
- Statistik Austria – Abgestimmte Erwerbsstatistik 2024, Gemeindeergebnisse
- fm Büromöbel Österreich – Produktion
- Marktgemeinde Ampflwang – Wirtschaft, allgemeine Information
Stand der Angaben: 13.10.2026
