VORDERWEISSENBACH KENNENLERNEN
Vorderweißenbach: Leben zwischen Sternstein und Grenze
Vorderweißenbach liegt im oberen Mühlviertel zwischen dem Sternstein und der tschechischen Grenze. Die Marktgemeinde im Bezirk Urfahr-Umgebung zählt 2.748 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 63,47 Quadratkilometer. Seit 2018 gehört auch das frühere Gemeindegebiet von Schönegg dazu. Die Gemeinde verbindet einen Marktort mit vielen verstreuten Siedlungen.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Vorderweißenbach - Zentrum
Ein Gemeindegebiet mit Höhen und Übergängen
Der Hauptort liegt auf einer Hochfläche; nach Norden steigt das Gelände zu den bewaldeten Hügeln des Böhmerwaldes an. Der Sternstein prägt den Horizont und erschließt mit seiner Warte den Blick über das Mühlviertel. Felder, Waldstücke und Siedlungskerne wechseln einander ab. Vier Katastralgemeinden und zwanzig Ortschaften verteilen das Gemeindeleben über eine große Fläche. Seit der Eingemeindung Schöneggs 2018 liegt das Gemeindegebiet vollständig im Bezirk Urfahr-Umgebung. Die Steinerne Mühl entwässert Teile des Gebiets und verbindet die Landschaftsräume entlang ihres Laufs.
Quellen: Vorderweißenbach – Wikipedia, feste Artikelversion · Vorderweißenbach - Zentrum
Arbeit zwischen Werkhalle und Gastbetrieb
2024 waren zum Stichtag 31. Oktober 776 Beschäftigte in Vorderweißenbachs Arbeitsstätten registriert; 51,8 Prozent entfielen auf den tertiären Sektor. Besonders sichtbar ist Wippro: Das Unternehmen fertigt in Vorderweißenbach Dachbodentreppen und Türen; 2022 eröffnete es in Vorderweißenbach ein Treppenwerk mit 5.000 Quadratmetern Fläche. Auch Beherbergung zählt: Für den Sommer 2024 weist Statistik Austria neun Betriebe mit 199 Gästebetten aus. Damit reichen die Tätigkeiten von Herstellung und Bau bis zur Landwirtschaft und zum Tourismus. Die Beschäftigtenzahlen beziehen sich auf Arbeitsstätten in der Gemeinde, nicht auf die Berufe ihrer Einwohner.
Quellen: Statistik Austria – Abgestimmte Erwerbsstatistik 2024, Gemeindeergebnisse · Marktgemeinde Vorderweißenbach – Amtsblatt zur Eröffnung des Wippro-Treppenwerks · Statistik Austria – Ein Blick auf die Gemeinde: Tourismus 2024 · Wippro – Türen und Bodentreppen
Ein Marktort mit langer Verbindung zum Handel
Der Ortsname Weißenbach ist seit 1292 belegt und wird auf den hellen Bach zurückgeführt. Die Erschließung des Landes begann schon im 12. Jahrhundert. 1613 wurde Vorderweißenbach eine eigene Pfarre. Später brachte der Leinenhandel einzelnen Familien Wohlstand; in Hinterweißenbach erinnern denkmalgeschützte Gebäude daran. Die Markterhebung 2002 unterstreicht die Funktion des Orts als Mittelpunkt für die umliegenden Siedlungen. Im Löflerschen Brauhaus wurde bis in die 1950er Jahre das Schwarzenberg Bräu gebraut; das Gebäude verschwand später beim Straßenausbau. Das Taiding von Weißenbach aus dem 15. Jahrhundert sammelte örtliche Rechtsvorschriften.
Quellen: Geschichte Vorderweißenbach - Vorderweißenbach - Zentrum - Gemeinde Leben - Wissenswertes - Geschichte Vorderweißenbach · Vorderweißenbach – Wikipedia, feste Artikelversion
Versorgung und Vereinsleben über viele Ortsteile
Fünf Freiwillige Feuerwehren sind in Vorderweißenbach, Bernhardschlag, Amesschlag, Piberschlag und Schönegg stationiert. Zwei von ihnen kamen 2018 mit der Gemeinde Schönegg dazu. Im Hauptort bilden Kirche und Marktbereich einen gemeinsamen Bezugspunkt. Der Musikverein, dessen Anfänge bis 1892 reichen, verbindet Blasorchester und Jugendarbeit. Die Böhmerwaldstraße B 38 ist die wichtigste Straßenverbindung durch die Region; Nebenstraßen führen zu den einzelnen Ortschaften. Über Bad Leonfelden ist die Böhmerwaldstraße mit der B 126 Richtung Linz verbunden.
Quellen: Vorderweißenbach - Zentrum · Vorderweißenbach – Wikipedia, feste Artikelversion
Aussicht und Baugeschichte vor Ort
Die Sternsteinwarte ist ein markanter Aussichtspunkt: Der zwanzig Meter hohe Turm wurde 1898 errichtet und 1899 eingeweiht. Im Sommer ist die Aussichtsplattform zugänglich; im Winter bleibt die Warte aus Sicherheitsgründen geschlossen. Im Hauptort steht die Pfarrkirche der heiligen Peter und Paul; die Pfarre besteht seit 1613. In Hinterweißenbach erinnern vier denkmalgeschützte Gebäude an den Leinenhandel der Familie Löfler. Ihr Granitmauerwerk und die Wendeltreppe sind Teil des historischen Bauwerks.
Quellen: Vorderweißenbach – Wikipedia, feste Artikelversion · Geschichte Vorderweißenbach - Vorderweißenbach - Zentrum - Gemeinde Leben - Wissenswertes - Geschichte Vorderweißenbach · Alpenverein Bad Leonfelden – Sternsteinwarte · Diözese Linz – Pfarre Vorderweißenbach
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Vorderweißenbach – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Vorderweißenbach - Zentrum
- Geschichte Vorderweißenbach - Vorderweißenbach - Zentrum - Gemeinde Leben - Wissenswertes - Geschichte Vorderweißenbach
- Statistik Austria – Ein Blick auf die Gemeinde: Arbeitsstätten 2021
- Statistik Austria – Ein Blick auf die Gemeinde: Tourismus 2024
- Marktgemeinde Vorderweißenbach – Amtsblatt zur Eröffnung des Wippro-Treppenwerks
- Statistik Austria – Abgestimmte Erwerbsstatistik 2024, Gemeindeergebnisse
- Wippro – Türen und Bodentreppen
- Alpenverein Bad Leonfelden – Sternsteinwarte
- Diözese Linz – Pfarre Vorderweißenbach
Stand der Angaben: 13.10.2026
