GEMEINDE · OBERÖSTERREICH

Ottenschlag im Mühlkreis

Steinbloß-Höfe und geschützte Landschaften prägen die kleine Gemeinde.

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Luftaufnahme des Landschaftsteichs in Ottenschlag im Mühlkreis
Luftaufnahme des Landschaftsteichs in Ottenschlag im Mühlkreis · Foto: Felix Schableger · „20200611 06 X“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
597
01.01.2026
Fläche
13,18 km²
Bevölkerungsdichte
45,3
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
4204
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

OTTENSCHLAG IM MÜHLKREIS KENNENLERNEN

Ottenschlag im Mühlkreis zwischen zwei Gusen

Ottenschlag im Mühlkreis liegt zwischen den Tälern der Großen und der Kleinen Gusen. Steinbloß-Häuser und eine offene Kulturlandschaft prägen die verstreuten Ortschaften. Die Gemeinde umfasst 13,18 Quadratkilometer; am 1. Jänner 2026 lebten hier 597 Menschen. Ihre geringe Größe macht die Landwirtschaft in der Statistik besonders sichtbar, während der Roadlberg ein überörtliches Wanderziel bildet.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Gemeinde Ottenschlag im Mühlkreis: Startseite

Höfe zwischen zwei Gusen

Die Gemeinde liegt auf rund 806 Metern Seehöhe zwischen den Tälern der Großen und der Kleinen Gusen. Sechs Ortschaften verteilen sich über Talräume und Höhenrücken; der Helmetzedter Berg erreicht 924 Meter. Auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen stehen traditionelle Steinbloß-Häuser, deren sichtbares Granitmauerwerk die regionale Bauweise erkennen lässt. Statt eines einzigen geschlossenen Ortskerns prägen kleinere Siedlungen und Höfe das Bild. Die Gemeinde hebt diese offene Kulturlandschaft selbst als charakteristisch hervor. Ottenschlag wird außerdem als kleinste Gemeinde im Bezirk Urfahr-Umgebung bezeichnet. Die Höhenlage und die Streusiedlung erklären, warum öffentliche Angebote und Naturziele nicht alle im selben Ortskern liegen.

Quellen: Gemeinde Ottenschlag im Mühlkreis: Startseite · Gemeinde Ottenschlag im Mühlkreis: Zahlen und Fakten

Rodungsdorf mit bleibenden Spuren

Der Ortsname Ottenslage ist im 13. Jahrhundert überliefert; die Gemeindegeschichte führt die Anfänge auf Rodung und Besiedlung zurück. Ein einschneidendes Ereignis war der Dorfbrand von 1799: Der Überlieferung nach wurden fast alle Häuser zerstört, nur zwei blieben verschont. Danach gelobten die Bewohner eine jährliche Wallfahrt nach Altenberg. Nach den Verwaltungsreformen von 1848 entstand die politische Gemeinde. Von 1938 bis 1949 gehörte Ottenschlag zu einer gemeinsamen Bürgermeisterei mit Haibach und Reichenau, blieb wirtschaftlich aber eigenständig; seit 1949 gibt es wieder einen eigenen Bürgermeister. Heute bilden die drei Orte eine Verwaltungsgemeinschaft mit Sitz in Reichenau. Die Entwicklung erklärt, warum gemeinsame Verwaltungsdienste und eine eigenständige Gemeinde nebeneinander bestehen.

Quellen: Gemeinde Ottenschlag im Mühlkreis: Geschichte und Wappen

Naturziele und Wege

Am Grasbach liegt die 3,4 Hektar große Stadlerwiese, die als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist. Im Süden reicht das Landschaftsschutzgebiet Roadlberg über die Gemeindegrenze nach Alberndorf; markierte Wege führen durch Wald- und Wiesenbereiche zum Aussichtsturm. Im Ortsgebiet liegt außerdem der Landschaftsteich. Die Gemeinde beschreibt ihn als Retentionsbecken und weist ausdrücklich darauf hin, dass er kein Badeteich ist. Kapellen in Holzjesus, Helmetzedt und Wintersdorf setzen religiöse Bezugspunkte in den verstreuten Siedlungen. Ein Teil der Verwaltungsdienste wird gemeinsam mit Reichenau und Haibach organisiert. So liegen Naturflächen, kleine Erinnerungsorte und kommunale Dienstleistungen an unterschiedlichen Punkten im Gemeindegebiet.

Quellen: Gemeinde Ottenschlag im Mühlkreis: Startseite · Gemeinde Ottenschlag im Mühlkreis: Aussichtsturm am Roadlberg · Gemeinde Ottenschlag: Landschaftsteich · Ottenschlag im Mühlkreis – Wikipedia, feste Artikelversion

Landwirtschaft und Arbeit außerhalb des Orts

Die Arbeitsstättenzählung 2024 erfasste 39 Arbeitsstätten in Ottenschlag; 56,4 Prozent lagen im primären Sektor. Von den 59 Beschäftigungsverhältnissen am Arbeitsort entfielen 45,8 Prozent auf diesen Sektor. Zugleich pendelten 87,9 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnsitz in der Gemeinde aus. Die kleine örtliche Arbeitsbasis steht damit einer ausgeprägten Auspendelbewegung gegenüber. Ein konkretes Beispiel für eine weitere örtliche Tätigkeit ist der Roadlhof in Wintersdorf: Die Familie Keck betreibt dort eine Jausenstation und ein Gästehaus. Der Betrieb bietet Verpflegung und Nächtigung und nennt geführte Radtouren. Das macht touristische Dienstleistungen sichtbar, ohne einzelne Höfe oder ihre Produktion aus den Sektorwerten abzuleiten.

Quellen: Statistik Austria: Arbeitsstättenzählung, Gemeindeergebnisse 2024 · Gemeinde Ottenschlag im Mühlkreis: Zahlen und Fakten · Roadlhof: Aktivitäten und Betrieb in Wintersdorf

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 12.10.2026

GEOGRAFIE

Ottenschlag im Mühlkreis auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung509
31.10.2021 · Registerzählung568
01.01.2026 · Bevölkerungsstand597

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
196
NUTS-3-Region
Mühlviertel (AT313)

VOR ORT ENTDECKEN

Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Ottenschlag im Mühlkreis

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.