GEMEINDE · OBERÖSTERREICH

St. Aegidi

Auf dem Sauwald-Höhenrücken verbinden Direktvermarktung und ein neu gestaltetes Zentrum Alltag und Arbeit.

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Kirche in St. Aegidi
Kirche in St. Aegidi · Foto: Erika Stadler · „Pfarrkirche St. Aegidi“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 at · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
1 552
01.01.2026
Fläche
28,72 km²
Bevölkerungsdichte
54,0
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
4725
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

ST. AEGIDI KENNENLERNEN

St. Aegidi: Kartoffeln und Wege über dem Donautal

St. Aegidi liegt im Bezirk Schärding auf dem Sauwald-Höhenrücken. Die Gemeinde zählt 1.552 Einwohner (1. Jänner 2026) und umfasst 28,72 Quadratkilometer.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Gemeindegeschichte

Hochfläche und Kößlbachtal

Der Hauptort liegt 598 Meter über dem Meer und ist damit laut Gemeinde der höchstgelegene im Bezirk Schärding. Von der Hochfläche reicht der Blick über das Donautal zum Alpenvorland und zum Mühlviertel; die Donau ist nahe, aber deutlich tiefer eingeschnitten. Ein konkreter Zugang in diese Landschaft ist die von der Gemeinde beschriebene Kösslbach-Wanderung. Sie startet beim Wirt in Fraunhof, führt durch das Naturschutzgebiet am Kleinen Kößlbach und an einer Holzbrücke über den Bach. Ein 200 Meter langer Abstecher führt zur Ruine Burgstall mit Blick ins Tal; auf der Runde liegt auch die St.-Pankrazkapelle. Die ausgeschilderte Schleife führt über Wiesen, Wald und Felder zurück nach Dorf. Die Gemeinde gibt dafür 13,16 Kilometer und 581 Höhenmeter an und stellt einen GPX-Track bereit.

Quellen: Gemeindegeschichte · Tourismus und Landschaft · Kösslbach-Wanderung (12)

Erdäpfel, Arbeitsstätten und Coworking

Die Arbeitsstättenzählung 2024 erfasst in St. Aegidi 151 Arbeitsstätten mit 494 Beschäftigten; diese Zahl bezieht sich auf Arbeitsorte. Bei den aktiv Erwerbstätigen, die 2021 in der Gemeinde wohnten, pendelten 71,4 Prozent zur Arbeit aus. Eine örtliche Produktion bilden die Sauwald-Erdäpfel: Im Gewerbegebiet Schauern steht ein Gebäude zum Lagern, Sortieren und Kommissionieren; dort werden die Kartoffeln auch direkt verkauft. Die Landspinnerei ergänzt die Landwirtschaft um eine andere Arbeitsform: Im neuen Ortszentrum gibt es Räume für Coworking. So sind im Gemeindegebiet sowohl die Verarbeitung regional angebauter Lebensmittel als auch gemeinschaftlich nutzbare Arbeitsplätze konkret verankert.

Quellen: Statistik Austria, Arbeitsstättenzählung 2024 · STATatlas Berufspendeln 2021 · Wirtschaft St. Aegidi · Eröffnung neues Ortszentrum

Ein neues Zentrum für Gemeinde und Familien

Die Entwicklung des neuen Ortszentrums begann 2013 mit einem Agenda-21-Prozess, in dem Bewohnerinnen und Bewohner Nahversorgung, Wohnen, Kinderbetreuung, Wirtschaft und Ortskerngestaltung diskutierten. 2018 nahm die Arbeitsgruppe „Landspinnerei – Leben und Arbeiten am Land“ ihre Arbeit auf. Das Gemeindeamt wurde 2022 bezogen; 2023 folgten Musikprobelokal, Ortsplatz und Gastgarten beim Kirchenwirt. Auch ein offenes Bücherregal am Gemeindeamt geht auf den Beteiligungsprozess zurück. Für Familien wurde der Kindergarten erweitert: Seit Mai 2026 werden in den vergrößerten Räumen 55 Kinder betreut. Die Gemeinde stellte die dritte Gruppe im Juni der Bevölkerung vor. Die seit September 2026 geltende Ordnung sieht montags Öffnungszeiten bis 16 Uhr und Dienstag bis Freitag bis 13 Uhr vor; eine Frühöffnung ab 6.45 Uhr ist nach Voranmeldung möglich. Die altersübergreifende Gruppe nimmt Kinder ab dem vollendeten zweiten Lebensjahr bis zum Volksschulalter auf; auch Mittagessen ist vorgesehen.

Quellen: Gemeindeentwicklung Agenda 21 · Neues Ortszentrum · Erweiterung Kindergarten St. Aegidi – aktuelle Gemeindemeldungen · Einrichtungs- und Tarifordnung Kindergarten ab 2026

Wallfahrt und politische Eigenständigkeit

Die erste urkundliche Erwähnung St. Aegidis datiert die Gemeinde auf 1294. Eine weitere lokale Geschichte ist mit St. Pankraz verbunden: Ab 1446 wurde die dortige Kirche zum Ziel von Wallfahrten, nachdem Reliquien des Heiligen dorthin übertragen worden waren. Die Kirche wurde 1784 geschlossen und erst 1789 zum Abbruch freigegeben; 1877 entstand an ihrer Stelle eine Kapelle. St. Aegidi wurde 1786 zur eigenen Pfarre. Die politische Gemeinde entstand nach der Gemeindeordnung von 1849. Eine Zusammenlegung mit Vichtenstein zur Großgemeinde Engelhartszell wurde 1882 wieder rückgängig gemacht.

Quellen: Gemeindegeschichte · Pfarrgeschichte St. Aegidi

Gottesdienste in der Pfarrkirche

Die Pfarrkirche St. Aegidi ist weiterhin ein aktiver Gottesdienstort. Die Pfarre veröffentlicht regelmäßige Zeiten am Mittwoch um 8.30 Uhr, am Samstag um 19.30 Uhr und am Sonntag um 9.30 Uhr. Ein Besuch im Kirchenraum ist damit zu diesen öffentlich angekündigten Gottesdiensten möglich; weitere allgemeine Öffnungszeiten nennt die Gemeinde nicht.

Quellen: Pfarrgeschichte St. Aegidi

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 13.10.2026

GEOGRAFIE

St. Aegidi auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung1 604
31.10.2021 · Registerzählung1 541
01.01.2026 · Bevölkerungsstand1 552

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
517
NUTS-3-Region
Innviertel (AT311)

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Nachbargemeinden von St. Aegidi

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.