KLEINZELL IM MÜHLKREIS KENNENLERNEN
Kleinzell im Mühlkreis: Granit, Täler und ein altes Kraftwerk
Kleinzell im Mühlkreis liegt zwischen der Großen Mühl und dem Diesenbach im südöstlichen Granithochland. Die Gemeinde im Bezirk Rohrbach hat 1.727 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 16,15 Quadratkilometer. Granit ist hier zugleich geologischer Untergrund, Werkstoff und Teil der Ortsgeschichte.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Kleinzell im Mühlkreis – Wikipedia, feste Artikelversion
Granit formt Landschaft und Arbeit
Die Steinindustrie und das Steinmetzhandwerk haben in Kleinzell eine lange Tradition. Kleinzeller Granit wurde für Bauvorhaben im In- und Ausland verwendet; auch heute wird im Gemeindegebiet Stein gewonnen und weiterverarbeitet. Der Granit bestimmt die Kuppen und Täler, in denen die 13 Ortsteile liegen. Der Hauptort Kleinzell ist mit Weigelsdorf und der Siedlung Am Edhügel zusammengewachsen. Weiter südlich liegen Ramersberg und Partenstein; nördlich der Rohrbacher Straße verteilen sich Apfelsbach, Graben, Etzleinsberg und Schörgenhub. Die Siedlungsstruktur verbindet ein kompaktes Zentrum mit verstreuten Dörfern und Weilern. So ist die geologische Besonderheit sowohl im Ortsbild als auch in der örtlichen Arbeit greifbar.
Quellen: Gemeinde Kleinzell im Mühlkreis – Kleinzell und der Granit · Kleinzell im Mühlkreis – Wikipedia, feste Artikelversion
Arbeitsplätze und Steinbetriebe
Für 2024 zählt Statistik Austria in Kleinzell 106 Arbeitsstätten und 348 Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort; 84,5 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnsitz in der Gemeinde pendelten aus. Die Beschäftigten in örtlichen Arbeitsstätten verteilen sich auf den Dienstleistungsbereich (69,8 Prozent), die Produktion (17,0 Prozent) und den primären Sektor (13,2 Prozent). Ein konkreter Produktionszweig bleibt der Granit: Der Steinbruch in Kleinzell führt Granitmaterial etwa als Schotter- und Körnungen in verschiedenen Größen. Die Zahlen zeigen einen kleinen Arbeitsstandort mit überwiegendem Dienstleistungsanteil und zugleich ein lokales Handwerk, das mit dem Gestein der Umgebung arbeitet. Arbeitsstätten sind dabei weder Unternehmen noch die Summe der Berufstätigen, die in Kleinzell wohnen.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Abgestimmte Erwerbsstatistik 2024, Gemeindetabelle (Gebietsstand 2026), Tabellenblatt Gemeindetab_(Gebietsstand_2026), Zeilen 1186–1190 · Granitsteinbruch Hans Arthofer – Granit ab Steinbruch Kleinzell, Preisliste 2026 · Gemeinde Kleinzell im Mühlkreis – Kleinzell und der Granit
Zwischen Bahn, Bundesstraße und Seitentälern
Im Norden verläuft die Rohrbacher Straße B 127 durch das Gemeindegebiet. Dort liegt auch der Bahnhof Kleinzell an der Mühlkreisbahn; Buslinien verbinden Bahnhof und Ortszentrum sowie Linz und Rohrbach. Das ist für eine Gemeinde mit vielen kleinen Ortsteilen eine wichtige Verbindung zu Schulen, Arbeit und regionalen Einrichtungen. Abseits der Hauptstraße führen Wege in die Täler der Großen Mühl und zu den Granitlandschaften. Der Edhügel eröffnet weite Blicke nach Süden zur Donau und nach Norden zum Böhmerwald. Die Verbindung von Bahn, Straßen und Wanderwegen macht Kleinzell zugleich zu einem Wohnort zwischen dem Hauptort und den verstreuten Siedlungen.
Quellen: Kleinzell im Mühlkreis – Wikipedia, feste Artikelversion
Partenstein und Ramersberg
Am Ausgang des Tals der Großen Mühl steht das Kraftwerk Partenstein. Es wurde 1919 bis 1924 gebaut und war die erste Großwasseranlage Oberösterreichs; damit setzte es einen frühen Schritt zur Elektrifizierung des Landes. Sein Maschinenhaus liegt im engen Taleinschnitt und ist wegen seiner Architektur bemerkenswert. Oberhalb des Orts liegt die Wallfahrtskirche Maria Ramersberg, die aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stammt und weiterhin als Andachtsort genutzt wird. Schloss Gneisenau, ein ehemaliges Wasserschloss, dient heute als Bezirksaltenheim. Die Geschichte dieser Orte reicht von Wasserbau und religiösem Ziel bis zur heutigen sozialen Infrastruktur. Zugleich zeigen sie, wie Bauwerke an den Tälern und Höhen unterschiedliche Funktionen im Gemeindeleben übernehmen.
Quellen: Gemeinde Kleinzell im Mühlkreis – Kraftwerk Partenstein · Gemeinde Kleinzell im Mühlkreis – Kleinzell und der Granit · Kleinzell im Mühlkreis – Wikipedia, feste Artikelversion
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Kleinzell im Mühlkreis – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- STATISTIK AUSTRIA – Abgestimmte Erwerbsstatistik 2024, Gemeindetabelle (Gebietsstand 2026), Tabellenblatt Gemeindetab_(Gebietsstand_2026), Zeilen 1186–1190
- Gemeinde Kleinzell im Mühlkreis – Kleinzell und der Granit
- Granitsteinbruch Hans Arthofer – Granit ab Steinbruch Kleinzell, Preisliste 2026
- Gemeinde Kleinzell im Mühlkreis – Kraftwerk Partenstein
Stand der Angaben: 11.10.2026
