ST. MARIEN KENNENLERNEN
St. Marien mit drei Siedlungszentren
St. Marien liegt auf der Traun-Enns-Platte und verteilt sich auf die Zentren St. Marien, Nöstlbach und Weichstetten. Die Gemeinde im Bezirk Linz-Land zählt 5.280 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) auf 37,66 km².
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · St. Marien – Wikipedia, feste Artikelversion
Eine weitläufige Gemeinde im Hügelland
Das Gemeindegebiet reicht von den Höhen südlich des Hauptorts bis zum Kremstal im Westen. Die Krems bildet dort stellenweise die Grenze; kleine Bäche entwässern das Hügelland nach Norden. Die Landschaft ist vorwiegend landwirtschaftlich genutzt und von einzelnen Waldflächen gegliedert. Anders als eine kompakte Vorstadt besteht St. Marien aus zahlreichen Ortschaften und Weilern. Neben dem Hauptort sind Nöstlbach und Weichstetten die deutlichsten Siedlungsschwerpunkte. St. Marien und Weichstetten liegen weiter östlich und südlich an einem Netz aus Landesstraßen. Schulen, Kindergärten und Pfarren befinden sich an mehreren Standorten.
Quellen: St. Marien – Wikipedia, feste Artikelversion · Seite Barackenkirche Nöstlbach, Herkunft, Aufstellung 1963 und heutige Nutzung. · Pfarre St. Marien
Drei Zentren, gemeinsames Dorfleben
Das Dorfleben verteilt sich auf Vereine, Feuerwehren, Pfarren und lokale Gruppen; die Gemeindechronik zeichnet den Wandel seit 1945 vom Dorf zum heutigen Siedlungsraum nach. Zwei Volksschulen und drei Kindergärten decken die Bildungsangebote für jüngere Kinder an verschiedenen Orten ab. In St. Marien und Weichstetten gibt es Horte. Die Kirchen liegen in allen drei Zentren: Pfarrkirche St. Marien, Filialkirche St. Michael und Pfarrkirche Weichstetten. So sind Schule, Betreuung und Pfarrgemeinden nicht auf einen einzigen Ortskern konzentriert.
Quellen: St. Marien – Wikipedia, feste Artikelversion · Pfarre St. Marien · Gemeindechronik St. Marien
Betriebe, Landwirtschaft und Pendelwege
2024 zählte St. Marien 365 Arbeitsstätten mit 1.115 Beschäftigten in Arbeitsstätten; 31,6 Prozent der Beschäftigten arbeiteten im sekundären Sektor. Ein konkreter Teil davon ist die Kunststoffverarbeitung: Die EREMA Gruppe nutzt an der Kunststoffstraße 1 in St. Marien Hallen für ihre Produktion. Dort werden Großanlagen für das Kunststoffrecycling gebaut; auch die Lackiererei wurde an den Standort verlegt. Die 2022 veröffentlichte Standortmeldung beschrieb den Ausbau als zusätzliche Produktionsstätte. Das Beispiel zeigt, dass neben den landwirtschaftlich geprägten Flächen auch spezialisierte industrielle Arbeit im Gemeindegebiet angesiedelt ist.
Quellen: Gemeindetab Gebietsstand 2026, Zeile 1110, Spalten 11, 15, 16, 19 und 21. · Neuer EREMA-Produktionsstandort in St. Marien, Land Oberösterreich
Kirchen als Gedächtnisorte
Die erste urkundliche Erwähnung St. Mariens datiert auf 1318; Spuren der Besiedlung reichen weiter zurück. Der Ort gehörte zunächst zum Herzogtum Bayern und ab dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Eine jahrhundertelange Prägung durch Pfarren und Kirchen ist noch heute im Gemeindegebiet sichtbar. Die Pfarrkirche St. Marien wurde um 1340 als Mariä-Namen-Kirche erwähnt; im Hochaltar steht eine spätgotische Muttergottesstatue aus dem frühen 16. Jahrhundert. Eine andere Geschichte erzählt die Barackenkirche Nöstlbach. Sie war ursprünglich eine Notkirche im Flüchtlingslager 59 in St. Martin und wurde 1963 in Nöstlbach aufgestellt. Sie gilt als letzte noch erhaltene und als Kirche genutzte Barackenkirche Österreichs. Ihre einfache Holzbauweise macht sie zu einem konkreten Zeugnis der Nachkriegszeit und der Gemeindegeschichte. In Weichstetten steht eine gotische Pfarrkirche, die 1509 geweiht und später barockisiert wurde. Zusammen zeigen diese Bauwerke, wie verschiedene Epochen in drei heutigen Siedlungszentren weiterleben.
Quellen: St. Marien – Wikipedia, feste Artikelversion · Seite Barackenkirche Nöstlbach, Herkunft, Aufstellung 1963 und heutige Nutzung. · Pfarre St. Marien
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- St. Marien – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Seite Barackenkirche Nöstlbach, Herkunft, Aufstellung 1963 und heutige Nutzung.
- Pfarre St. Marien
- Gemeindetab Gebietsstand 2026, Zeile 1110, Spalten 11, 15, 16, 19 und 21.
- Gemeindechronik St. Marien
- Neuer EREMA-Produktionsstandort in St. Marien, Land Oberösterreich
Stand der Angaben: 10.10.2026
