GEMEINDE · OBERÖSTERREICH

Nußbach

Landwirtschaftliche Landschaft, produzierende Betriebe und ein regionaler Nussgeist prägen das Voralpenland rund um den Ort.

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Ortsansicht von Nußbach
Ortsansicht von Nußbach · Foto: Simon Wöckl · „Nussbach panorama“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
2 360
01.01.2026
Fläche
30,36 km²
Bevölkerungsdichte
77,7
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
4542
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

NUSSBACH KENNENLERNEN

Nußbach: Ein Dorf zwischen Feldern und Fertigung

Von der Aussichtswarte Weiß’n am Sattel reicht der Blick über die Felder des Kremstals bis zu den Bergen. Nußbach im Bezirk Kirchdorf ist eine Gemeinde mit 2.360 Einwohnern (1. Jänner 2026) und 30,36 Quadratkilometern Fläche. Vierkanthöfe und Wiesen prägen das flachere Land, während die Krems im Westen durch die Kremsauen fließt.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Gemeinde Nußbach – Daten und Fakten · Nußbach (Oberösterreich) – Wikipedia, feste Artikelversion

Felder, Höfe und die Kremsauen

Nußbach liegt im nördlichen Teil des Bezirks Kirchdorf im Voralpenland. Die Gemeinde erstreckt sich zwischen niedriger gelegenen Wiesen und dem Weiß’n am Sattel auf rund 763 Metern Seehöhe. Markante Vierkanthöfe stehen in der offenen Kulturlandschaft; etwa 69 Prozent der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt, rund 21 Prozent sind Wald. Im Westen fließt die Krems durch das Naturschutzgebiet Kremsauen, in dem seltene Vögel beobachtet werden können. Das Rückhaltebecken Krems-Au wurde im Mai 2024 eröffnet; im September desselben Jahres hielt es erstmals rund 200.000 Kubikmeter Wasser zurück.

Quellen: Gemeinde Nußbach – Daten und Fakten · Gemeinde Nußbach – Chronik · Schutzwasserverband Kremstal – Erstbetrieb Rückhaltebecken Krems-Au

Produktion neben Landwirtschaft

Die Arbeitsstättenzählung 2024 weist in Nußbach 219 Arbeitsstätten aus; 35,2 Prozent davon liegen im primären Sektor. Zugleich entfallen 63,6 Prozent der Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort auf den sekundären Sektor. 72,9 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnort Nußbach pendeln aus. Ein örtlicher Fertigungsbetrieb ist das HAIDLMAIR-Stammwerk: Es stellt Spritzgießwerkzeuge für Lager- und Logistikcontainer, Paletten- und Wertstoffbehälter sowie technische und automotive Teile her. Das Unternehmen nennt 310 Beschäftigte am Nußbacher Standort. 1989 fertigte der Betrieb seine erste Spritzgießform für eine Getränkekiste; daraus entwickelte sich die heutige Spezialisierung.

Quellen: Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung, Gemeindeergebnisse 2024 · HAIDLMAIR – Unternehmen

Ein Aussichtspunkt als Orientierung

Die Aussichtswarte am Weiß’n am Sattel steht auf dem höchsten Punkt des Gemeindegebiets. Von dort reicht der Blick nach Norden bis ins Mühlviertel und bei klarer Sicht nach Tschechien; im Süden liegen Sengsengebirge und Totes Gebirge. Der Nussgeistweg führt vom Dorfplatz über Güterwege und durch den Wald zur Warte und über Wimberg zurück. Die Gemeinde gibt für die mittelschwere Runde dreieinhalb Stunden und rund 300 Höhenmeter an. In Wimberg liegt die 1852 errichtete, dem Heiligen Kreuz geweihte Kapelle.

Quellen: Gemeinde Nußbach – Daten und Fakten · Gemeinde Nußbach – Nussgeistweg

Eine Landschaft mit alten Höfen

Ein Steinhammer aus der Zeit zwischen 3000 und 2000 v. Chr. zählt zu den frühesten dokumentierten Spuren menschlicher Tätigkeit im heutigen Gemeindegebiet. Der Ortsname „nuzpach“ scheint 1110 in einem Güterverzeichnis des Klosters Garsten auf; 1850 wurde die politische Gemeinde errichtet. Ein späterer Schritt gemeinschaftlicher Versorgung war die Inbetriebnahme des Biomasse-Heizwerks „Nahwärme Nußbach“ an der Hauptstraße 35 im Jahr 1998.

Quellen: Gemeinde Nußbach – Chronik

Vereine, Sport und Naherholung

Im Vereinsleben fällt der Faustball auf: Die Union Nußbach führt eine Frauensektion, deren Mannschaft in der österreichischen Bundesliga spielt. Daneben gibt es Wander- und Radwege, Tennisplätze sowie Fußball- und Beachvolleyballplätze. Der Nußbacher Nußgeist ist eine lokale Spezialität: Aus grünen Walnüssen, Bränden und Gewürzen wird der Likör am Ort abgefüllt. Für die Nahversorgung verzeichnet die Gemeindechronik eine Veränderung: Das seit 1903 bestehende Lebensmittelgeschäft ADEG Weigerstorfer schloss 2025; damit endete auch die Postpartnerstelle.

Quellen: Nußbach (Oberösterreich) – Wikipedia, feste Artikelversion · Original Nußbacher Nußgeistgewürz · Gemeinde Nußbach – Chronik · Gemeinde Nußbach – Daten und Fakten · SPORTUNION Nußbach – Faustball und Bundesliga

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 10.10.2026

GEOGRAFIE

Nußbach auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung2 269
31.10.2021 · Registerzählung2 307
01.01.2026 · Bevölkerungsstand2 360

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
745
NUTS-3-Region
Steyr-Kirchdorf (AT314)

VOR ORT ENTDECKEN

Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Nußbach

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.