GRÜNAU IM ALMTAL KENNENLERNEN
Grünau im Almtal: Landschaft, Wildpark und Verhaltensforschung
Grünau im Almtal reicht vom Dorf an der Alm bis zu Seen und Hochgebirge im Süden. Auf 229,97 Quadratkilometern leben 2.050 Menschen (Stand 1. Jänner 2026); damit ist das Gemeindegebiet groß und dünn besiedelt. Im Gemeindegebiet liegen der Almsee und der Cumberland Wildpark; die Universität Wien betreibt hier die Konrad-Lorenz-Forschungsstelle. Natur und Wissenschaft sind hier keine voneinander getrennten Themen: Langjährige Feldforschung an Graugänsen findet in einer Landschaft statt, die zugleich zum Alltag der Gemeinde gehört.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Grünau im Almtal – Wikipedia, feste Artikelversion
Das Almtal öffnet sich nach Süden
Die Alm durchfließt die Gemeinde von Süden nach Norden und verbindet das Dorf mit dem Almsee und den Seitentälern. Der Große und der Kleine Ödsee liegen im Hetzautal; darüber ragt das Tote Gebirge mit dem Großen Priel auf. Grünau verteilt sich auf ein Hauptdorf, Weiler, Höfe und Berghütten. Die Almtalbahn endet im Ort, Straßen- und Busverbindungen führen nach Scharnstein und weiter Richtung Gmunden. Diese Wege geben dem Alltag eine klare Nord-Süd-Achse, während das weitläufige Gemeindegebiet viele Siedlungen und Ziele voneinander trennt. Die Landschaft reicht dabei von Talboden und Fluss bis zu hochalpinen Räumen.
Arbeitsplätze zwischen Dienstleistung und Forschung
Die Arbeitsstättenzählung 2024 verzeichnete in Grünau 242 Arbeitsstätten und 634 Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort; 66,6 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnsitz in Grünau pendelten aus. Eine konkrete örtliche Tätigkeit ist die Verhaltensforschung der Universität Wien. Die Konrad-Lorenz-Forschungsstelle in Grünau gehört zur Abteilung für Verhaltens- und Kognitionsbiologie und ist eine Core Facility der Universität Wien. Im Almtal untersucht sie Verhalten freilebender Tiere, darunter Graugänse und Raben. Diese Arbeit verbindet Feldbeobachtung mit verhaltensbiologischen Experimenten. Die Gemeindestatistik weist nicht das Personal der Forschungsstelle aus und lässt ihre Kennzahlen nicht dem einzelnen Standort zurechnen.
Quellen: Gemeindetab_(Gebietsstand_2026), Zeile 1018 · Universität Wien, Über uns: KLF 1974 gegründet, Core Facility, Zeilen 119–120 · Universität Wien, Graugänse: seit 1973 angesiedelte Schar, markierte Tiere und Forschung, Zeilen 104–108, Kontakt Zeilen 126–131 · Graugänse – Konrad Lorenz Forschungsstelle, Universität Wien
Vom Almsee zur Pfarrgemeinde
Die Geschichte Grünaues ist eng mit den Klöstern Lambach und Kremsmünster verbunden. 992 wird in einer Urkunde die Fischerei im Almsee erwähnt; 1160 erscheint der Name „Gruona“. Das Gebiet wechselte im Mittelalter zwischen kirchlichen Grundherren und der Herrschaft Scharnstein. Aus dieser Entwicklung entstand eine lange kirchliche Kontinuität: Die heutige Pfarrkirche ist dem heiligen Jakobus dem Älteren geweiht, und die Pfarre wird bis heute vom Stift Kremsmünster betreut.
Quellen: Gemeindegeschichte, Zeilen 118–129: Almsee-Urkunde 992, Name 1160, Pfarre und Kremsmünster
Wissenschaft für die Region
Die Forschungsstelle ist auch ein Ort der Wissensvermittlung. Seit 2010 nimmt sie am oberösterreichischen Programm Naturschauspiel teil; bei angebotenen Führungen arbeiten Teilnehmer*innen in einem Citizen-Science-Projekt mit und sammeln Beobachtungen vor Ort. Die Führungen machen Forschung im Landschaftsraum für Gäste nachvollziehbar. Die Universität berichtet zudem von einer fünfzigjährigen Zusammenarbeit mit dem Cumberland Wildpark. Zu den Angeboten gehören wissenschaftliche Ferienprogramme für Kinder und Führungen mit Forschungsschwerpunkt. Der Wildpark erstreckt sich laut Gemeinde über rund 60 Hektar und zeigt heimische Wildtiere.
Quellen: Naturschauspiel – Konrad Lorenz Forschungsstelle, Universität Wien · Konrad Lorenz Forschungsstelle – Universität Wien · Gemeindeseite Wildpark, Zeilen 128–137: ganzjährig, rund 60 ha, einheimische Wildtiere
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Grünau im Almtal – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Gemeindegeschichte, Zeilen 118–129: Almsee-Urkunde 992, Name 1160, Pfarre und Kremsmünster
- Almsee – Natur- und Landschaftsschutzgebiet im Almtal
- Gemeindeseite Wildpark, Zeilen 128–137: ganzjährig, rund 60 ha, einheimische Wildtiere
- Universität Wien, Graugänse: seit 1973 angesiedelte Schar, markierte Tiere und Forschung, Zeilen 104–108, Kontakt Zeilen 126–131
- Universität Wien, Über uns: KLF 1974 gegründet, Core Facility, Zeilen 119–120
- Gemeindetab_(Gebietsstand_2026), Zeile 1018
- Naturschauspiel – Konrad Lorenz Forschungsstelle, Universität Wien
- Konrad Lorenz Forschungsstelle – Universität Wien
- Graugänse – Konrad Lorenz Forschungsstelle, Universität Wien
Stand der Angaben: 10.10.2026
