MARKTGEMEINDE · OBERÖSTERREICH

Unterweißenbach

Ein weitläufiges Gemeindegebiet mit Johannesweg, Kirche und erhaltenem Hammerwerk

GEMEINDEKENNZIFFER40621
Ortsansicht von Unterweißenbach
Ortsansicht von Unterweißenbach · Foto: Haeferl · „Unterweißenbach - Ortsansicht vom Kreuzweg“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
2 191
01.01.2026
Fläche
48,69 km²
Bevölkerungsdichte
45,0
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
4273
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

UNTERWEISSENBACH KENNENLERNEN

Unterweißenbach: Marktort und Schmiedehandwerk

Unterweißenbach ist ein Marktort im Herzen der Mühlviertler Alm. Der Ortskern liegt auf rund 640 Metern Seehöhe. Am 1. Jänner 2026 lebten hier 2.191 Menschen; die Marktgemeinde umfasst 48,69 km². Wichtige Straßen verbinden den Ort mit dem östlichen Mühlviertel. Im Zentrum liegen Schulen, Versorgung und regionale Arbeitsstätten.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Startseite, Markgemeinde und regionale Tourismus-/Serviceangebote

Ein Markt im weiten Mühlviertler Land

Der Markt ist Standort mehrerer Bildungseinrichtungen: Kindergarten, Volksschule, Mittelschule und Polytechnische Schule sowie Landesmusikschule sind im Gemeindeangebot verzeichnet. Die Bücherei und öffentliche Einrichtungen ergänzen diese Angebote. Das schafft Anlaufstellen für Kinder, Jugendliche und Familien im Hauptort. Eine aktuelle Kooperation mit Kaltenberg betrifft Volksschule und Kindergarten. Das Angebot soll durch gemeinsame Organisation gesichert werden: In Kaltenberg sinkt die Schülerzahl, während der Kindergarten in Unterweißenbach wegen der Gruppengrößen an Kapazitätsgrenzen stößt. So werden Bildungs- und Betreuungsangebote über Gemeindegrenzen abgestimmt.

Quellen: Bildung in Unterweißenbach · Gemeindenachrichten 2/2026 – Bildungseinrichtungen · Startseite, Markgemeinde und regionale Tourismus-/Serviceangebote

Arbeit, Versorgung und regionale Wege

Die Arbeitsstättenzählung 2024 erfasste in Unterweißenbach 230 Arbeitsstätten und 1.091 Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort. 42,6 Prozent der Arbeitsstätten gehörten zum primären Sektor; das ist ein Anteil an den Arbeitsstätten, keine Aussage über deren Größe. Bei den Beschäftigungsverhältnissen entfielen 12,2 Prozent auf den primären und 57,0 Prozent auf den tertiären Sektor. 61,6 Prozent der aktiv Erwerbstätigen am Wohnort pendelten aus. Ein konkreter lokaler Produktionsbetrieb ist Sonnberg Biofleisch: Dort werden Biofleischprodukte verarbeitet und verkauft; Betriebsführungen sind nach Anmeldung möglich. So lässt sich auch die Verarbeitung vor Ort kennenlernen.

Quellen: Gemeindetab_(Gebietsstand_2026), Zeile 1004 · Sonnberg Biofleisch Besichtigungsmöglichkeiten, Standort und Betriebsablauf, Zeilen 334–383

Kirche und Handwerk erzählen Ortsgeschichte

Die Pfarrkirche ist dem heiligen Nikolaus geweiht. Sie entstand in mehreren Bauphasen: Teile der älteren romanischen Anlage sind erhalten, das Presbyterium stammt aus dem 14. Jahrhundert, das zweischiffige Langhaus aus dem 16. Jahrhundert. Das regelmäßige Netzrippengewölbe prägt den Innenraum. Auch außerhalb der Kirche erinnert Unterweißenbach an sein Handwerk. Die Gemeinde berichtet, dass der Ort früher Sitz einer Huf- und Hammerschmiedezunft war, deren Privilegien 1596 und 1614 bestätigt wurden. In der Karlinger Hammerschmiede sind historische Teile der Anlage erhalten; der Schwanzhammer gilt laut Gemeinde als einer der ältesten erhaltenen in Österreich. Hier wird greifbar, dass der Markt einst Arbeits- und Handwerkszentrum für ein größeres Umland war.

Quellen: Sehenswürdigkeiten: Kirche, Pechölsteine, Karlinger Hammerschmiede, Zeilen 157–168

Wege, Natur und heutige Angebote

Die Pechölsteine in Aglasberg und Schattau zeigen eine frühere bäuerliche Technik: In Rillenplatten aus Granit wurde Pech gewonnen und gesammelt. Das gewonnene Pech diente als Wundmedizin und, mit Fett vermischt, als Wagenschmiere; der Brauch blieb bis ins frühe 20. Jahrhundert erhalten. Im Zentrum beginnen außerdem Wege in die Mühlviertler Alm; der Johannesweg ist einer davon. Die Stationen der Pechölgewinnung lenken den Blick auf die Arbeit, die auf den Höfen neben Ackerbau und Viehhaltung anfiel. Heute können die markanten Steine als Spuren dieser Nutzung in der Landschaft aufgesucht werden.

Quellen: Sehenswürdigkeiten: Kirche, Pechölsteine, Karlinger Hammerschmiede, Zeilen 157–168 · Startseite, Markgemeinde und regionale Tourismus-/Serviceangebote

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 10.10.2026

GEOGRAFIE

Unterweißenbach auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung2 315
31.10.2021 · Registerzählung2 144
01.01.2026 · Bevölkerungsstand2 191

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
707
NUTS-3-Region
Mühlviertel (AT313)

VOR ORT ENTDECKEN

Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Unterweißenbach

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.