HÖHNHART KENNENLERNEN
Höhnhart zwischen Landwirtschaft, Handwerk und Schanze
Höhnhart liegt auf rund 480 Metern am nördlichen Rand des Kobernaußerwalds. Die Gemeinde im Bezirk Braunau zählt 1.492 Einwohnerinnen und Einwohner (1. Jänner 2026) und umfasst 21,97 Quadratkilometer.
Quellen: Gemeinde Höhnhart – Zahlen & Fakten · STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
Hügelland mit vielen Ortslagen
Offene Felder und Wiesen reichen bis an die Waldhänge des Kobernaußerwalds. Rund 63,2 Prozent der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt, 29,1 Prozent sind bewaldet. Höhnhart liegt im Mittel auf etwa 480 Metern Seehöhe und südöstlich von Braunau. Die Gemeinde gliedert sich in die Katastralgemeinden Feichta und Henhart; 24 Ortschaften verteilen sich über das Hügelland. Der frühere Gemeindename Henhart wurde 1934 in Höhnhart geändert. Die Verteilung auf viele kleinere Ortslagen prägt die Wege zwischen Höfen, Siedlungen und dem zentralen Bereich rund um Gemeindeamt, Schule und Kirche. Drei ausgeschilderte Wanderrouten erschließen die Umgebung: Drei-Tannen-, Herbstheim- und Flugschanzentour starten beim Gemeindeamt und führen über Wiesen, Felder und Wald. Zusammen sind sie 23,5 Kilometer lang und weisen 760 Höhenmeter auf.
Quellen: Gemeinde Höhnhart – Zahlen & Fakten · Höhnhart – Wikipedia, feste Artikelversion · Gemeinde Höhnhart – Bewegungsarena
Kirche und Innviertler Geschichte
Eine Urkunde aus dem Jahr 898 erwähnt Höhnhart im Zusammenhang mit einem Waldgebiet. Am Standort der heutigen Jakobskirche stand zunächst ein Holzkirchlein; später entstand dort eine romanische Steinkirche. Im 16. Jahrhundert wurde der Bau spätgotisch umgestaltet, 1719 erhielt der Turm einen achteckigen Aufsatz aus Tuffstein. Bildhauer Ferdinand Oxner aus Burghausen schuf 1693 Altäre und Kanzel. Die Jakobskirche erhielt ihre Rokokoausstattung zwischen 1720 und 1775. Das Hochaltarbild zeigt den heiligen Jakobus mit einem Engel; die fünf heutigen Glocken stammen aus verschiedenen Bau- und Erneuerungsphasen. Die politische Zugehörigkeit wechselte mit der Geschichte des Innviertels: Bis 1779 gehörte die Region zu Bayern, mit dem Frieden von Teschen kam sie zu Österreich. Die Kirche bündelt damit lokale Baugeschichte, kirchliche Ausstattung und die wechselvolle Zugehörigkeit des Innviertels in einem Gebäude.
Quellen: Höhnhart – Wikipedia, feste Artikelversion · Jakobskirche Höhnhart
Vereinssport und Betreuung im Ort
Die Borbet-Allianz-Arena in Unteraichberg ist der Trainingsort des ASVÖ SC Höhnhart. Der Verein bietet Skisprungtraining dienstags und freitags um 17 Uhr an der Schanze oder in der Turnhalle an; Jugendliche können mit vorhandener Ausrüstung zum Schnuppern kommen. Gruppen können nach vorheriger Kontaktaufnahme eine Besichtigung vereinbaren. Im Sommer wie im Winter finden Veranstaltungen auf der Anlage statt. Für Familien ist auch die örtliche Schule ein Teil der Alltagsinfrastruktur: Die Gemeinde organisiert in den Sommerferien bei ausreichender Nachfrage gemeinsam mit Nachbargemeinden eine Betreuung für Volksschulkinder. Das kommunale Angebot nutzt Spielbereiche, Gartenspielplatz und Turnsaal. Während des Schuljahres kann die Nachmittagsbetreuung von Montag bis Donnerstag nach Bedarf bis 16 Uhr besucht werden; sie verbindet Mittagessen, begleitete Hausaufgabenzeit und anschließende Freizeitaktivitäten.
Quellen: Borbet-Allianz-Arena · Gemeinde Höhnhart – Sommer-Kinder-Betreuung · Gemeinde Höhnhart – Nachmittagsbetreuung
Fertigung und Pendlerbeziehungen
Statistik Austria zählte 2024 in Höhnhart 155 Arbeitsstätten und 614 Beschäftigte an ihren Standorten. 43,5 Prozent der Beschäftigten entfielen auf den sekundären Sektor; 72,7 Prozent der erwerbstätigen Einwohner pendelten aus. Zwei örtliche Fertigungsbetriebe machen einen Teil dieser Produktion greifbar. Murauer fertigt in Höhnhart Stützräder und bearbeitet Teile mit CNC-Drehmaschinen sowie Laserschneidtechnik. Die Bernhofer-Gesenkschmiede in Eden stellt Schmiedeteile aus Stahl her. Damit stehen maschinelle Metallbearbeitung und das Umformen von Stahl nebeneinander. Die Beispiele zeigen Tätigkeiten an konkreten Standorten innerhalb der Gemeinde; sie sind keine Rangliste der Arbeitgeber und bilden nicht allein die gesamte Wirtschaftsstruktur ab.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindeergebnisse · Murauer – Unternehmen · Bernhofer Gesenkschmiede
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Höhnhart – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
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Stand der Angaben: 10.10.2026
