SCHWARZAU IM GEBIRGE KENNENLERNEN
Zwischen Schwarza und den Seitentälern
Als Marktgemeinde im Bezirk Neunkirchen verbindet Schwarzau im Gebirge einen kleinen Hauptort mit einem außergewöhnlich großen alpinen Gemeindegebiet. Am 1. Jänner 2026 zählte die Gemeinde 599 Einwohnerinnen und Einwohner; ihre Fläche beträgt 190,44 Quadratkilometer. Die Schwarza, Seitentäler und bewaldeten Höhen prägen die Wege zwischen den Siedlungen.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Unsere Gemeinde stellt sich vor
Lage im Tal
Schwarzau im Gebirge liegt im südlichen Niederösterreich im Bezirk Neunkirchen. Das Gemeindegebiet umfasst große Teile von Schneeberg und Rax; der höchste Punkt, das Klosterwappen, liegt auf 2.076 Metern. Die Schwarza ist das Hauptfließgewässer und zieht zwischen den beiden Gebirgsstöcken durch das Höllental. Nebenbäche sind Naßbach, Preinbach, Voisbach und Trauchbach. Eine Katastralgemeinde gliedert sich in mehrere Ortsteile und Rotten: Markt, Naßwald, Vois, Preintal mit Hirschbach, Gegend, Trauch und Steinbruch. Die Gemeinde verzeichnet damit mehrere räumlich getrennte Siedlungsbereiche in einem zusammenhängenden alpinen Gebiet.
Quellen: Unsere Gemeinde stellt sich vor
Holztransport und Naßwald
Die Geschichte Naßwalds ist eng mit der Holzbringung verbunden. Ende des 18. Jahrhunderts erschlossen die Brüder Johann und Georg Hubmer den Wald im Höllental für die Holzkohlegewinnung. Klausen ermöglichten das Triften des Holzes; am Gscheidl entstand ein Tunnel, der 1827 fertiggestellt wurde. Damit konnte Holz aus dem steirischen Gebiet über die Wasserscheide transportiert werden. In Naßwald entwickelte sich eine protestantische Gemeinschaft von Holzknechten. Das 1826 errichtete Schul- und Bethaus dient heute als evangelische Kirche. Die Hubmer-Gedächtnisstätte erinnert an die Brüder und ihre Arbeit. Der Ausbau des Höllentalwegs hängt ebenfalls mit dieser Erschließung zusammen: Aus einem schwierigen Fußpfad wurde ein Karrenweg, seit 1832 verläuft dort eine Straße.
Quellen: Municipal 3
Kirche und Markt
Im Ortszentrum steht die katholische Pfarrkirche zum heiligen Nikolaus. Ihre Ursprünge reichen in das zweite Viertel des 13. Jahrhunderts zurück; als Pfarrkirche ist sie 1250/60 belegt. In der frühen Neuzeit wurde sie verändert: Anfang des 18. Jahrhunderts erfolgte eine Barockisierung, der Westturm entstand 1715 bis 1717. 1975 wurden an der Nordwand des Langhauses Reste einer Wandmalerei aus dem 16. Jahrhundert freigelegt. Die Orgel von Josef Loyp stammt aus 1838. Die Kirche in Naßwald erzählt eine andere konfessionelle Geschichte und entstand als Schul- und Bethaus für die protestantischen Holzknechte. Diese Bauphasen geben dem Hauptort einen sichtbaren historischen Mittelpunkt.
Quellen: Schwarzau im Gebirge – Wikipedia, feste Artikelversion
Naturraum und Wege
Im Ortsteil Markt liegt der Naturpark Falkenstein. Das rund 14 Hektar große Areal reicht vom Ufer der Schwarza über einen sanften Hang bis zu steilen Felsbereichen; dort liegen Naturwiesen, Hochwald und Wasserfälle. Das angrenzende Erholungsgebiet ist ein etwa 50 Hektar großes Mischwaldgebiet mit Felsformationen, Halbhöhlen und Quellen. Der Naturpark zeigt Landschaftsformen des Rax-Schneeberggebiets im kleinen Maßstab und verfügt über Spazier- und Wanderwege. Der südliche Teil der Gemeinde liegt zudem im Europaschutzgebiet Nordöstliche Randalpen: Hohe Wand–Schneeberg–Rax. Eine Karte des Landes Niederösterreich weist das Schutzgebiet ausdrücklich im Gemeindegebiet Schwarzau im Gebirge aus. Der Obersberg ist ein weiterer markanter Berg der Gemeinde.
Quellen: Naturpark Falkenstein · Europaschutzgebiet Nordöstliche Randalpen: Hohe Wand–Schneeberg–Rax, Anlage 55 · Unsere Gemeinde stellt sich vor
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 09.10.2026
