MARKTGEMEINDE · NIEDERÖSTERREICH

Hirschbach

Zwischen ehemaligem Herrschaftssitz und Franz-Josefs-Bahn entwickelte Hirschbach eigene Strukturen für Schule, Vereine und Kultur.

GEMEINDEKENNZIFFER30917
Pfarrkirche und Pranger in Hirschbach
Pfarrkirche und Pranger in Hirschbach · Foto: Duke of W4 · „Pfarrkirche Kreuzerhöhung in Hirschbach“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
581
01.01.2026
Fläche
7,90 km²
Bevölkerungsdichte
73,6
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
3942
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

HIRSCHBACH KENNENLERNEN

Hirschbach: Schlosskapelle, Markt und Musik

Hirschbach liegt im oberen Waldviertel im Bezirk Gmünd. Zum Stichtag 1. Jänner 2026 zählt die Marktgemeinde 581 Einwohnerinnen und Einwohner und umfasst 7,90 Quadratkilometer. Burg, Pfarrkirche, Schule und Bahn erzählen von der einstigen Herrschaft und vom eigenständigen Gemeindeleben.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Unsere Geschichte – Marktgemeinde Hirschbach

Vom Herrschaftsort zum Bahnanschluss

Hirschbach wurde 1280 in einer Urkunde erwähnt, die heute im Stift Zwettl verwahrt wird. Zu dieser Zeit stand bereits eine Burg ungefähr am Platz der heutigen Pfarrkirche. Unter den Grafen Herberstein wuchs die Herrschaft; ihre größte Ausdehnung erreichte sie 1590 mit der Ortsobrigkeit über zehn Ortschaften. Kaiser Leopold I. verlieh Hirschbach 1666 das Marktrecht. Als der letzte kinderlose Herberstein starb, ging die Herrschaft 1760 an Kirchberg am Walde. Das Schloss wurde später in Kleinhäuser aufgeteilt. 1859 erreichte die Bevölkerung mit 840 Personen einen Höchststand. Neben der Landwirtschaft bot Hausweberei Erwerb: 1898 gründeten Weber die Genossenschaft der Waldviertler Hausweber mit Sitz in Hirschbach. Im selben Jahr wurde der Ort mit der Eröffnung der Haltestelle an die Franz-Josefs-Bahn angebunden.

Quellen: Unsere Geschichte – Marktgemeinde Hirschbach

Kirche aus einer Schlosskapelle

Die Pfarrkirche ging aus der Kapelle des Renaissanceschlosses hervor. Von dieser Anlage blieb das Presbyterium erhalten. Das Kirchenschiff wurde 1773 errichtet; 1838 ließ Herzog von Blacas es nach eigenen Plänen verlängern und einen Turm anbauen. Nach dem Brand von 1868 erneuerte man das Gewölbe und stockte den Turm auf. Die Pfarre selbst gründete Reichsgraf Franz Siegmund von Herberstein 1741. Im barocken Pfarrhof richtete er zugleich eine Volksschule ein.

Quellen: Kirche & Pfarrhof – Marktgemeinde Hirschbach · Unsere Geschichte – Marktgemeinde Hirschbach

Vereinssaal und Rückkehr zur Eigenständigkeit

Die Gemeindezusammenlegung von 1972 mit Kirchberg am Walde wurde von Hirschbachs Bevölkerung abgelehnt. Eine Bürgerinitiative erreichte, dass Hirschbach ab 1. Jänner 1985 wieder eine selbständige Gemeinde war. Nach dreijähriger Bauzeit wurde 1975 der Vereinssaal eröffnet. 1993 folgte die Eröffnung der Sportanlage, 1998 wurde das Gemeindezentrum mit Bauhof und Feuerwehrhaus fertiggestellt. Der große Saal fasst rund 500 Personen an Tischen oder bis zu 700 bei Reihenbestuhlung; ein kleiner Saal bietet weitere 80 bis 100 Plätze. 2007 kamen Kleinkunstbühne und Musikheim hinzu; zugleich wurde der Eingangsbereich neu gestaltet. Der Vereinssaal liegt heute an der Saalstraße und dient für Konzerte, Theater, Bälle und Ausstellungen. Zur Ausstattung gehören auch eine Kegelbahn und ein Proberaum für den Männerchor.

Quellen: Unsere Geschichte – Marktgemeinde Hirschbach · Vereinssaalbetriebsgesellschaft Hirschbach · Chronik der Blasmusik – Marktgemeinde Hirschbach

Spuren des Schlosses im Schlosshof

Die Volksschule steht auf dem Gelände des früheren Schlosses. Am Torbogen ist ein Stein aus der Schlossanlage erhalten; die Löcher für die Bedienung der ehemaligen Zugbrücke sind noch sichtbar. In der Eingangshalle zeigt ein Wandbild, wie die Wehranlage um 1672 ausgesehen haben könnte. Als Vorlage diente ein Kupferstich von Matthaeus Vischer. Bereits 1811 hatte man anstelle des Gemeindekotters eine Schule mit Lehrerwohnung errichtet. 1845 erhielt die Schule die Bezeichnung „Musterschule“; 1877/78 entstand im Schlosshof ein dreiklassiges Schulhaus.

Quellen: Über unsere schöne Volksschule – Gemeinde Hirschbach · Unsere Geschichte – Marktgemeinde Hirschbach · Vereinssaalbetriebsgesellschaft Hirschbach

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 08.10.2026

GEOGRAFIE

Hirschbach auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung575
31.10.2021 · Registerzählung581
01.01.2026 · Bevölkerungsstand581

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
354
NUTS-3-Region
Waldviertel (AT124)

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Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Hirschbach

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.