GEMEINDE · BURGENLAND

Bildein

Oberbildein und Unterbildein machen die Erfahrungen des Pinkabodens sichtbar.

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Kriegerdenkmal mit Grünanlage in Bildein
Kriegerdenkmal mit Grünanlage in Bildein · Foto: Granada · „WTSB 20210821 850 8827“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
354
01.01.2026
Fläche
15,91 km²
Bevölkerungsdichte
22,2
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
7521
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

BILDEIN KENNENLERNEN

Bildein: Grenzgeschichte und Musik zwischen Kirche und Apfelgarten

Bildein liegt an der Pinka unmittelbar an der ungarischen Grenze. Die südburgenländische Gemeinde im Bezirk Güssing besteht aus Oberbildein und Unterbildein. Am 1. Jänner 2026 lebten auf ihren 15,91 Quadratkilometern 354 Menschen. Felder, Weinbau und Wald gehören zum Umfeld. Fast zwei Drittel des Gemeindegebiets werden landwirtschaftlich genutzt, mehr als ein Viertel ist bewaldet. Die Pinka verbindet die Dörfer mit der Landschaft des Grenzraums. Im Dorf selbst rücken andere Themen in den Vordergrund: die wechselvolle Grenzgeschichte, das gemeinsame Erinnern und eine Musikkultur, die den Platz bei der Kirche zeitweise in ein Festivalgelände verwandelt.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Bildein – Wikipedia, feste Artikelversion · picture on festival – Festival

Zwei Dörfer, eine junge Gemeinde

Die Bildeiner Gemeindechronik führt die erste schriftliche Nennung auf 1221 zurück: Damals erscheint der Name „Belud“. Spätere Namensformen unterscheiden bereits Ober- und Unterbildein. Die heutige Staatsgrenze entstand erst viel später. Beide Orte wurden 1922 endgültig Österreich zugesprochen, nachdem die Zugehörigkeit in der Nachkriegszeit noch umstritten gewesen war. Eine weitere Neuordnung folgte 1971 mit der Eingliederung in Eberau. Nach einer Volksbefragung entstand am 1. Jänner 1993 die eigenständige Gemeinde Bildein. Das gemeinsame Gemeindegebiet verbindet somit zwei historisch unterscheidbare Dörfer, deren Namen bis heute erhalten sind.

Quellen: Gemeinde Bildein – Ortschronik · Bildein – Wikipedia, feste Artikelversion

Landesgeschichte aus der Nähe

Das burgenländische geschichte(n)haus betrachtet die Zeit seit der Entstehung des Bundeslandes 1921 aus dem Blickwinkel seiner Bewohnerinnen und Bewohner. Politische Entscheidungen werden mit ihren Folgen für den Alltag zusammengebracht. Gegenstände aus Bildeiner Haushalten und persönliche Erinnerungen tragen die Ausstellung; viele Familien haben etwas zur Sammlung beigesteuert. Eine besondere Rolle spielen die als „geschichte(n)haus-Damen“ bekannten Zeitzeuginnen. Ihr Erzählen ergänzt die Exponate um selbst erlebte Geschichte. Das Museum erhielt 2003 den Österreichischen Museumspreis. Es ist Teil eines Dorfzentrums, das rund um Kirche, Pfarrhaus und Anger entwickelt wurde.

Quellen: Gemeinde Bildein – geschichte(n)haus · Gemeinde Bildein – Infomappe Grenzerfahrungsweg

An der Pinka über Grenzen nachdenken

Der Grenzerfahrungsweg führt vom Dorfplatz zur österreichisch-ungarischen Grenze und bezieht beide Ufer der Pinka ein. Ein Labyrinth, ein Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg, Schützengräben und ein Wachturm geben dem abstrakten Begriff Grenze konkrete Formen. Weitere Stationen, darunter eine schwimmende Brücke, sprechen den Gleichgewichtssinn und die eigene Bewegung an. Informationstafeln erweitern das Thema um Migration, soziale Grenzen und das Zusammenleben verschiedener Volksgruppen. Damit verbindet der Weg die Landschaft mit Fragen, die über die Staatsgrenze hinausreichen. Bildeins Leitgedanke „Dorf ohne Grenzen“ erhält hier einen räumlich erfahrbaren Bezug.

Quellen: Gemeinde Bildein – Grenzerfahrungsweg · Gemeinde Bildein – Infomappe Grenzerfahrungsweg · Gemeinde Bildein – Leitbild Dorf ohne Grenzen

Vom Pfarrstadl zur Festivalbühne

1993 begann die Bildeiner Jugend, den alten Pfarrstadl als Veranstaltungsraum herzurichten. Daraus entwickelte sich eine Musikszene, die im Jahr 2000 die ersten „picture ON Rockkonfrontationen“ organisierte. Das heutige picture on festival nutzt die Dorfmitte: Die Hauptbühne steht bei der Kirche, eine weitere Bühne liegt im Apfelgarten. Sie kam 2010 hinzu und bietet besonders österreichischen Bands Platz. Kooperationen mit ungarischen Vereinen und Auftritte aus dem Nachbarland knüpfen an die grenzüberschreitende Geschichte an. Der Name des Festivals selbst spielt mit dem Ortsnamen Bildein und übersetzt dessen Bestandteile frei ins Englische.

Quellen: picture on festival – Geschichte · picture on festival – Festival

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 08.10.2026

GEOGRAFIE

Bildein auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung364
31.10.2021 · Registerzählung339
01.01.2026 · Bevölkerungsstand354

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
181
NUTS-3-Region
Südburgenland (AT113)

VOR ORT ENTDECKEN

Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Bildein

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.